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Romed Baumann war in der Super-Kombination bester Österreicher © imago

Aksel Lund Svindal sichert sich in der Super-Kombination seinen dritten WM-Titel. Das österreichische Team erlebt eine Pleite.

Val d'Isere - Auch im dritten Rennen der Ski-WM sind die österreichischen Herren am Podest vorbeigefahren. Beim Sieg des Norwegers Aksel Lund Svindal landete Romed Baumann als Bester des ÖSV-Teams auf Rang neun.

Für Svindal war es der dritte WM-Titel seiner Karriere.

Anders als bei seinen beiden Siegen in Abfahrt und Riesenslalom vor zwei Jahren im schwedischen Are war Svindal diesmal kein heißer Gold-Anwärter. Doch mit der Bestzeit in der Abfahrt legte der 26-Jährige den Grundstein zu seiner zweiten Medaille in Frankreich nach Bronze im Super-G.

"Ich dachte nur: 'Du musst das einfach runterbringen', während ich versuchte, überhaupt nicht nachzudenken. Es war sehr schwierig", sagte Svindal.

Svindal nahe am Ausscheiden

Im Finale führte lange der Franzose Julien Lizeroux, der nach der Abfahrt 22. gewesen war. Weil zunächst der Abfahrtsvierte Jean-Baptiste Grange (Frankreich) ausschied und dann auch noch Bode Miller scheiterte, der nach der Schussfahrt nur 0,04 Sekunden hinter Svindal lag, war Lizeroux dem Gold ganz nahe.

Mit einem wilden "Ritt", bei dem er mehrmals sehr nahe am Aus vorbeischrammte, carvte Svindal aber noch auf Rang eins - 0,90 Sekunden vor Lizeroux.

Dritter wurde Natko Zrncic-Dim (Kroatien/1, 58 Sekunden zurück).(Ergebnisse und Liveticker)

Miller fädelt ein

Benjamin Raich war bereits in der Abfahrt nach rund einer Minute Fahrzeit ausgeschieden. Im Slaom fanden dann auch Marcel Hirscher und Bernhard Graf nicht den Weg ins Ziel.

Aksel Lund Svindal hatte die Konkurrenz schon bei der Abfahrt auf der wegen Schneefalls und schlechter Sicht um 540 Meter verkürzten Piste "Face de Bellevarde" geschockt.

In 1:30, 99 Minuten legte er eine starke Bestzeit vor, an die nur Miller annähernd heran kam. Doch der Amerikaner, gewöhnlich ein viel besserer Torläufer als Svindal, verschenkte den Sieg mit einem "Einfädler" im Mittelteil.

Svindal setzte damit die Tradition der "Super-Elche" Kjetil-Andre Aamodt und Lasse Kjus fort und holte das fünfte Kombi-Gold für Norwegen.

Piste in gutem Zustand

Die Veranstalter hatten vor Rennbeginn ganze Arbeit geleistet. So schafften sie drei zusätzliche Flutlichtmasten für bessere Sicht an die "Face" und brachten den über Nacht gefallenen Neuschnee von der Piste.

Um den Wettbewerb nicht zu gefährden, wurde außerdem der Start der Abfahrt von 2705 m auf 2550 m nach unten verlegt - und die Strecke somit um rund 35 Fahrsekunden verkürzt.

"Oben sind noch einmal ein, zwei Zentimeter Neuschnee gefallen. Da hätten wir nicht garantieren können, dass wir pünktlich starten. Außerdem wäre es nicht fair gewesen", sagte FIS-Renndirektor Günter Hujara. Die Rennläufer unterstützten diese Entscheidung geschlossen und bestätigten unisono, dass die Piste sehr gut zu befahren war.

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