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Kathrin Zettel gehörte im Slalom zu den Top-Favoritinnen © imago

Die österreichischen Damen erleben beim WM-Slalom ein Desaster. Keine der vier Starterinnen erreicht den zweiten Durchgang.

Val d'Isere - Nach den weitgehend schwachen Ergebnissen der Männer mussten nun auch die österreichischen Damen bei der WM in Val d'Isere eine deftige Niederlage einstecken.

Im Slalom qualifizierte sich keine der vier ÖSv-Starterinnen für den zweiten Durchgang. Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser schieden aus. Elisabeth Görgl und Anna Fenninger fuhren zu langsam und verpassten als 32. und 33. das Finale der besten 30.

Gold sicherte sich die Deutsche Maria Riesch.

In einer Gesamtzeit von 1:51,80 Minuten düpierte die Weltcup-Führende im Slalom die Konkurrenz. Titelverteidigerin Sarka Zahrobska aus Tschechien wurde 0,77 Sekunden zurück Zweite. Bronze ging an die Finnin Tanja Poutiainen (1,09).

Top 3 scheidet aus

Riesch profitierte bei ihrem Sieg vom Ausscheiden der drei Führenden nach dem Ersten Durchgang. Die Italienerein Manuela Mölgg, Doppel-Weltmeisterin Lindsey Vonn und die Französin Sandrine Aubert kamen allesant nicht ins Ziel.

Nach Kathrin Hölzls Goldmedaille im Riesenslalom war es bereits die zweite Goldmedaille für den Deutschen Skiverband.

Schmerzen bei Zettel

Kombinations-Weltmeisterin Kathrin Zettel landete bei ihrem Sturz besonders unsanft: "Ich bin ausgerutscht und es hat mich hart auf die Rippen gehaut. Es tut ziemlich weh und schmerzt fast mehr als das Seelische. Dabei habe ich mich hier so wohl gefühlt", äußerte sich die Niederösterreicherin hinterher tief enttäuscht.

Trotz der Nullnummer im Slalom zeigte sich ÖSV-Chef Hans Pum mit den Leistungen der Damen bei der WM zufrieden:

"Unsere Läuferinnen haben hier alles gegeben, sie haben auch bei widrigen Bedingungen gekämpft und waren auch erfolgreich. Es hat sehr gut angefangen. In Disziplinen, in denen wir uns nicht so viele Chancen ausgerechnet haben, haben wir Medaillen gemacht. Und wo wir sie erwartet und erhofft haben, hat es nicht funktioniert. Mit den Medaillen müssen wir zufrieden sein."

Die Männer haben im Slalom am Sonntag (ab 9.45 Uhr LIVE ) noch die Chance, ihre Bilanz mit erst einer Medaille etwas aufzuhellen.

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