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Lucien Favre trainiert Hertha BSC Berlin seit Beginn der Saison 2007/08 © getty

Berlins Trainer will vom Ziel, ein Meisterteam zu formen, nichts mehr wissen. Andreasen wird für einen Heimatausflug bestraft.

München - Hertha-BSC-Trainer Lucien Favre hat nach dem knapp verpassten Einzug in die Champions League das Saisonziel für die kommenden Jahre nach unten korrigiert.

"Ich habe mein Ziel gewechselt: Ich möchte eine Mannschaft aufbauen, die regelmäßig um Platz drei bis acht spielen kann", sagte Favre (DATENCENTER: Trainerprofil) nach der verpassten Zusatzeinnahme im Millionen-Bereich im "rbb".

"Das wäre schon fantastisch für Berlin, denn wir haben viele Konkurrenten", meinte der Schweizer Coach.

Schließlich wisse man nicht, ob Schalke 04, Bayer Leverkusen und Werder Bremen in nächsten Jahr noch einmal nur die Plätze acht bis zehn einnehmen werden.

"Wie Eintracht Frankfurt"

Bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren hatte Favre noch gesagt, dass er eine Mannschaft aufbauen möchte, die regelmäßig um den Titel mitspielen kann.

Allerdings muss Hertha nach dem Verpassen der europäischen Königsklasse in der nächsten Saison den Personaletat von 33,6 auf 28 Millionen Euro senken und ein Transferüberschuss von fünf Millionen Euro erzielen.

"Wir haben im nächsten Jahr ein Budget wie Eintracht Frankfurt", erklärte Favre (VEREINSSEITEN: Alles zu Hertha) .

Sport1.de hat weitere Meldungen aus der Bundesliga zusammengefasst.

Teurer Heimatausflug für Andreasen

Hannovers Mittelfeldspieler Leon Andreasen ist von seinem Klub wegen eines unerlaubten Abstechers in seine dänische Heimat mit einer Geldbuße bestraft worden.

Der 26-Jährige, der den Niedersachsen in den letzten Partien der abgelaufenen Saison aufgrund von Adduktorenproblemen nicht zur Verfügung gestanden hatte, soll in einer Kopenhagener Diskothek zudem in ein Handgemenge verwickelt gewesen sein.

Ob Andreasen daher auch strafrechtliche Konsequenzen drohen, ist noch offen.

Hoeneß glaubt an Champions-League-Sieg

Manager Uli Hoeneß hält einen Champions-League-Sieg seines FC Bayern München in den kommenden zehn Jahren für realistisch.

"Ja, das glaube ich schon. Trotz der Unkenrufe und trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise. Denn wenn man beim FC Bayern die Politik der ruhigen Hand weiter macht, keine Schulden anhäuft und keine riesigen Kredite aufnimmt, sondern solide wirtschaftet, dann wird uns das irgendwann wieder die Chance bringen", sagte der 57-Jährige in einem Interview mit der "Main-Post".

Anlass zur Sorge, dass es nach seinem Abtritt vom Managerposten zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten kommen werde, bestehe nicht.

"Die Politik werde ich ja auch weiterhin maßgeblich bestimmen, solange ich gesund bin und meine sieben Sinne beieinander habe."

Hopp warnt vor der Krise

Mäzen Dietmar Hopp von 1899 Hoffenheim sieht wegen der Wirtschaftskrise große Probleme auf die Bundesliga zukommen.

"Ich fürchte, dass wir das Schlimmste noch vor uns haben. Vor allem die steigenden Arbeitslosenzahlen bedrücken mich. Unternehmen, die Mitarbeiter entlassen müssen, werden Probleme haben, als Sponsor bei einem Bundesligaverein aufzutreten. Einige Klubs haben schon angekündigt, ihre Etats zu kürzen", sagte der 69-Jährige im Interview mit der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Auch bei den Zuschauerzahlen wird es laut Hopp im Oberhaus einen Einbruch geben. `Viele Menschen werden es sich nicht mehr leisten können, ins Stadion zu gehen."

Hopp hofft allerdings auch, dass die Krise einige Auswüchse der Branche eindämmt: "Mich ärgern zunehmend die Spielerberater. Die kassieren unglaubliche Beträge. Es müsste eine verbindliche Gebührenordnung geben, wie bei Architekten oder Rechtsanwälten."

BVB-Aktie bricht ein

Die verpasste Europa-League-Qualifikation hat zu einem Ausverkauf der Aktie von Borussia Dortmund geführt.

Das Papier des einzigen börsennotierten deutschen Fußballvereins brach in der Spitze bei hohen Umsätzen um fast ein Viertel von 1,15 Euro auf 88 Eurocent ein.

Anschließend erholte sich die Aktie wieder etwas und notierte im elektronischen Handel (Xetra) am Nachmittag bei 97 Eurocent. Dies entsprach aber einem Wertverlust von immer noch 15,65 Prozent.

Von alten Höchstständen ist der Anteilsschein meilenweit entfernt. Das Papier hatte beim Börsenstart im Oktober 2000 elf Euro gekostet.

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