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Jacques Villeneuve holte in 163 Rennen 13 Pole Positions und elf Siege © getty

"Ich bin geboren, um Rennautos zu fahren", tönt der Ex-Champion. Er vermisst Hass, Krieger und gibt Lewis Hamilton eine Breitseite.

Istanbul - Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve denkt über ein Comeback in der Formel 1 nach.

"Ich bin nicht zurückgetreten. Ich bin geboren, um Rennautos zu fahren. Es ist die ewige Herausforderung", sagte er "Sport Bild online": "Ich spüre dieses Verlangen mehr als je zuvor. Wenn ich jetzt ein Team hätte, würde ich nur noch einen Fahrer brauchen. Weil ein Auto von mir selbst besetzt wäre."

Seit seinem vorzeitigen Aus bei BMW im August 2006 ist der 38 Jahre alte Weltmeister von 1997 kein Rennen mehr gefahren.

Kritik übte der Kanadier am Auftreten seiner Nachfolger (Heidfeld denkt an Abschied).

"Das Problem ist, dass es in der Formel 1 keine Krieger mehr gibt", sagte er.

"Es gibt keine Fights mehr, die haben sich alle lieb. Man hat nicht mehr den Eindruck, dass sich die Typen hassen, die da um den Sieg kämpfen. Das war anders, als ich mit Michael Schumacher oder Eddie Irvine kämpfte. Von Sympathie war da auf der Strecke und auch daneben gar nichts zu spüren", so Villeneuve.

"Vettel ist anders"

Eine positive Erscheinung ist in seinen Augen der deutsche Shootingstar Sebastian Vettel.

"Ich kenne ihn nicht persönlich, aber ich mag, was ich bisher gesehen habe", meinte Villeneuve: "Er ist anders. Er gibt erfrischende Interviews. Er ist schnell und scheint sehr stark im Kopf zu sein. Das ist beeindruckend."

Button besser als Hamilton?

Fahrerisch beeindruckt ist er derzeit vor allem vom überlegenen WM-Spitzenreiter Jenson Button (Porträt).

"Jenson macht keine Fehler, überhaupt keinen", sagte er: "Lewis Hamilton machte sogar Fehler, als er die WM gewann. Ich denke, Jenson ist stärker als Lewis im mentalen Bereich. Er kann besser mit Druck umgehen."

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