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Alejandro Valverde ist mutmaßlicher Fuentes-Kunde und in Italien gesperrt © imago

Ausgerechnet die "Persona non grata" trumpft auf der Königsetappe der Dauphine Libere auf und übernimmt die Gesamtführung.

Mont Ventoux - Der in Frankreich unerwünschte Spanier Alejandro Valverde ist beim Schlagabtausch auf dem berüchtigten Mont Ventoux ins Gelbe Trikot der Dauphine Libere gefahren.

Der unter Dopingverdacht stehende Kapitän des Teams Caisse d'Epargne übernahm durch einen zweiten Platz auf der Königsetappe über 154 km von Valence zum 1909 Meter hohen Riesen der Provence die Führung in der Gesamtwertung.

Valverde musste sich beim 21 km langen Anstieg zum Ventoux hinauf nur dem polnischen Mitausreißer Sylvester Szmyd geschlagen geben.

Für das Gelbe Trikot langte der Vorsprung aber trotzdem, da die Topfavoriten um den bisherigen Gesamtersten Cadel Evans (Australien) und Ex-Toursieger Alberto Contador (Spanien) mit einem Rückstand von 2:10 Minuten das Ziel erreichten.

Damit liegt der Vorjahressieger nun 16 Sekunden vor Evans und 1:06 Minuten vor Contador.

In Italien nicht startberechtigt

Valverde, mutmaßlicher Kunde von Dopingarzt Eufemiano Fuentes, war am 11. Mai von einem Gericht des Nationalen Olympischen Komitees von Italien CONI für zwei Jahre für Rennen in Italien gesperrt worden. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte sich diesem Spruch angeschlossen.

Die UCI will die Sperre möglicherweise weltweit ausdehnen. Bis dahin darf der Rundfahrt-Spezialistist außerhalb Italiens weiter starten.

Laporte und Prudhomme gegen Tour-Start

Der französische Sportminister Bernard Laporte und Tourchef Christian Prudhomme haben sich allerdings strikt gegen einen Tour-Start des Spaniers ausgesprochen. Bei der Frankreich-Rundfahrt könnte Valverde aber ohnehin nur bis zur 16. Etappe teilnehmen, da die Tour dann einen Abstecher nach Italien macht.

Am Freitag geht bei der Dauphine die Kletterpartie weiter. Auf dem 106 km langen Teilstück von Gap nach Briancon geht es unter anderem über den 2360 m hohen Col d'Izoard.

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