vergrößernverkleinern
"Es ist genug!" Die Fans von Real Betis mussten zuletzt oft leiden © getty

Ein Klubchef beruhigt aufgebrachte Fans, zwei ehemalige Bundesliga-Profis haben neue Jobs. Die internationalen Splitter.

München - Manuel Ruiz de Lopera, Klubbesitzer des spanischen Primera-Division-Absteigers Real Betis, hat mit einer Kampfansage auf die Rücktritts-Forderungen der Fans reagiert.

"Ich werde alles dafür tun, dass wir den sofortigen Wiederaufstieg schaffen und in den kommenden Jahren international spielen. Mittelfristig wollen wir in die Champions League", erklärte Ruiz de Lopera, der seit 1992 der starke Mann beim Ortsrivalen des FC Sevilla ist.

60.000 Menschen hatten sich am Montag auf einem zentralen Platz der Stadt zu einer von Fanklubs veranstalteten Demonstration getroffen und den Rücktritt von Ruiz de Lopera gefordert.

Die Anhänger geben dem "Baulöwen" und seiner verfehlten Personalpolitik die Schuld am Abstieg des Traditionsklubs.

Als bislang letzten großen Erfolg hatte Betis 2005 den Sieg im Königspokal (Copa des Rey) gefeiert.

Sport1.de hat weitere internationale News zusammengefasst:

Kovac wird Trainer in Salzburg

Niko Kovac hat nur wenige Wochen nach seinem Karriereende als Profi bereits wieder eine neue Beschäftigung gefunden.

Der 37 Jahre alte Kroate wird ab der kommenden Saison das Junioren-Team des österreichischen Meisters RB Salzburg in der zweithöchsten Spielklasse der coachen.

Der ehemalige Bundesliga-Profi erhält bei den Red Bull Juniors einen Vertrag bis 2011.

"Für mich ist es jetzt erstmal ein guter Einstieg. Wenn ich mich da zurechtfinde und es mir gefällt, kann ich mir vorstellen, das länger zu machen", sagte der 83-malige kroatische Nationalspieler.

Der frühere Kapitän der "Vatreni" hatte seine Laufbahn mit dem Ende der vergangenen Spielzeit ausklingen lassen.

Am 10. Juli wird Kovac bei einem Spiel gegen seinen Ex-Klub Bayern München verabschiedet. Seinen neuen Trainerjob nimmt er aber bereits am Mittwoch auf.

Eijkelkamp wird Ruttens Assistent

Rene Eijkelkamp wird beim 21-maligen niederländischen Meister PSV Eindhoven Assistenztrainer von Fred Rutten.

Der 45-Jährige war zuletzt auch schon bei Schalke 04 unter Rutten, der bei den Königsblauen im März entlassen worden war, als sogenannter Individualtrainer tätig.

Eijkelkamp und Rutten arbeiteten auch schon beim PSV zusammen, wo sie zwischen 2004 und 2006 Assistenten unter anderem von Guus Hiddink waren.

Bei Twente Enschede war Eijkelkamp, der von 1997 bis 1999 für Schalke 44 Bundesligaspiele bestritt und dabei sechs Tore erzielte, ebenfalls schon Co-Trainer unter Rutten.

Ballardini neuer Lazio-Trainer

Davide Ballardini ist am Dienstag wie erwartet als neuer Trainer des italienischen Erstligisten Lazio Rom vorgestellt worden.

Der ehemalige Coach von US Palermo, der einen Zweijahresvertrag erhielt, löst Delio Rossi ab, der offenbar wegen Differenzen mit Lazio-Präsident Claudio Lotito seinen Job bei den Hauptstädtern aufgegeben hatte.

Mit 38 Punkten hatte Lazio Rom die Saison in der Serie A auf Platz zehn abgeschlossen.

ZSKA Sofia plant ohne Ausländer

Bulgariens Rekordmeister ZSKA Sofia will künftig ohne ausländische Spieler antreten.

"Wir werden nur noch auf einheimische Spieler bauen. Jeder im Verein ist davon überzeugt, dass es richtig ist und uns Erfolg bringen wird", sagte Sofias Vorstandschef Wenzislaw Schiwkow im Interview mit der Tageszeitung "7 Tage Sport".

Schiwkow räumte allerdings ein, dass sich die komplette Umsetzung der Pläne durch laufende Verträge mit ausländischen Spielern verzögern könnte.

Seinen Angaben zufolge jedoch arbeitet ZSKA derzeit daran, nach den Abgängen von bereits sechs Ausländern die verbliebenen Spieler ohne bulgarischen Pass zu verkaufen oder zumindest auszuleihen.

Sofia, das in der ausklingenden Saison als Vizemeister die Titelverteidigung verpasste, geht durch seine neue Personalpolitik noch einen Schritt weiter als zuletzt der nationale Verband BFU.

Die Fußball-Oberen des Landes hatten als Konsequenz aus den mageren Ergebnissen der Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren pro Klub eine Höchstgrenze von drei Spielern aus Länder außerhalb der Europäischen Union beschlossen.

Manipulationsverdacht im russischen Fußball

Wegen Verdachts auf Manipulation haben die russische Polizei und der nationalen Verband RFU Ermittlungen gegen Erstligist Krilia Samara aufgenommen.

Der Klub hatte am vergangenen Wochenende eine unerwartete 2:3-Niederlage bei Abstiegskandidat Terek Grozny kassiert.

"Ich habe das Spiel gesehen, und mir hat überhaupt nicht gefallen, was ich gesehen", begründete RFU-Präsident Witali Mutko die Einschaltung der Ethik-Kommission seines Verbandes:

"Die Behörden werden sich damit zu befassen haben, und auch wir werden mit Samaras Offiziellen sprechen."

Vor der Begegnung hatten Buchmacher in mehreren Ländern Wetten auf das Ergebnis ausgesetzt. Zuvor waren auffällig hohe Summen auf eine Niederlage Samaras eingegangen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel