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Jenson Button hat fünf von acht Saisonrennen für sich entschieden © getty

Der WM-Leader sieht den Regen in seiner Heimat als Grund für das schwache Abschneiden, aber auch die Strecke in Silverstone.

München - Schlechter kann man einen Aussetzer kaum timen.

Fast die ganze Saison über hat Jenson Button der Konkurrenz mit seinem Brawn die Hinterreifen gezeigt - und ausgerechnet beim Heimspiel fuhr er hinterher.

Nur Rang sechs nach einem durchgehend verkorksten Rennwochenende in Silverstone (NACHBERICHT: Abreibung durch den deutschen Partyschreck) - eine Platzierung, die bei diesem Saisonverlauf Fragen aufwirft.

Einen Schuldigen an seinem Hinterherfahren und dem Sieg von Titelkonkurrent Sebastian Vettel im Red Bull hat Button nun benannt: das Wetter. 120534(DIASHOW: Bilder des Rennens)

"Schönen Dank, englisches Wetter!"

"Sie (Red Bull, Anm. d. Red.) waren viel schneller als wir, weil es absolut eiskalt war am Wochenende", hielt der WM-Spitzenreiter fest.

"Die Sonne ist erst rausgekommen, als das Rennen schon vorbei war. Das war nett", meinte Button mit einem Schuss Sarkasmus: "Schönen Dank, englisches Wetter!"

Der Nachteil der kühlen Witterung für Button: Sie hat dazu beigetragen, dass er seine harte Reifenmischung nicht auf die ideale Temperatur bringen konnte.

High-Speed-Kurs als Nachteil

Ein anderes Problem sah Button in der Streckencharakteristik.

"Der Kurs ist sehr auf hohe Geschwindigkeit ausgelegt - und gerade das ist wahrscheinlich nicht die größte Stärke unseres Autos."

Die Bremsen, einer der Trümpfe bei Brawn, seien dagegen weniger gefordert gewesen.

Aber Button hat auch Fortschritte bei der Konkurrenz von Red Bull erkannt: "Sie haben viele neue Teile am Auto und offensichtlich funktionieren sie."

"Anderswo werden sie nicht den Vorsprung haben"

Button, der Vettel immer noch 25 Punkte voraus ist (DATENCENTER: Der WM-Stand), glaubt aber, dass die Überlegenheit von Red Bull in Silverstone ein Einzelfall bleiben wird.

"Sie waren hier sehr schnell und ich bin sicher, sie werden auch anderswo konkurrenzfähig sein", so Button.

Er ist aber überzeugt, dass Red Bull diesmal über die Maßen von den Faktoren profitiert hätte, die ihr Auto begünstigt hätten: "Ich glaube einfach nicht, dass sie anderswo diesen Vorsprung haben werden."

Kein Groll aufs Team

Button versuchte, das schwache Abschneiden in Silverstone nicht zu hoch zu hängen.

"Ich haben sieben Punkte auf Vettel verloren, aber andererseits habe ich vorher zehn Punkte gewonnen, als er in Monaco in die Mauer gefahren ist."

Buttons Fazit daher: "Es hätte auch schlimmer können. Ich bin nicht wütend."

Das Blatt werde sich wieder wende, "und es gibt viele Gründe, dass das am Nürburgring passieren wird".

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