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Olympiasieger Usain Bolt läuft in 9,86 Sekunden die schnellste anerkannte Zeit in diesem Jahr © getty

Das Duell Bolt gegen Gay nimmt vor der WM Konturen an. Usain Bolt siegt in Kingston. Auch bei den Frauen gibt es Bestzeiten.

Eugene/Kingston - Die Weltstars des Sprints haben sieben Wochen vor der Leichtathletik-WM in Berlin (15. bis 23. August) die Vorfreude auf das Weltsport-Ereignis 2009 gesteigert.

Den windbegünstigten 9, 75 Sekunden von Dreifach-Weltmeister Tyson Gay bei den US-Trials setzte Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt bei Jamaikas Titelkämpfen trotz 0,2 m Gegenwind die Jahres-Weltbestzeit von 9,86 entgegen.

Friedrichs Serie hält

Zwei Wochen nach ihrem deutschen Hochsprung-Rekord (2,06 m) und eine Woche vor den nationalen Meisterschaften in Ulm reichten der Weltranglisten-Ersten Ariane Friedrich (LG Frankfurt) im baden-württembergischen Bühl 1,95 m, um ihre Siegesserie 2009 fortzusetzen.

Dagegen fehlt den Stabhochspringern Tim Lobinger (München) nach 5,45 m in Nancy und Danny Ecker (Leverkusen) nach dem Startverzicht in Hof/Franken (Muskelprobleme) weiter die WM-Norm (5,70 m). Auch Nils Schumann, Olympiasieger von Sydney 2000, war in Uden/Niederlande als 800-m-Vierter in 1:47,47 Minuten weit vom Berlin-Ticket (1:45,50) entfernt.

Fraser und Phillips schnell

"Die Zeit ist gut - und ich habe es unverletzt überstanden", meinte Weltrekordler Bolt (9,69), der bei Jamaikas WM-Ausscheidung in Kingston nach erneut schwachem Start seinen Vorgänger Asafa Powell in 9,97 und Michael Frater in 10,02 schlug.

Die Zeiten des Trios machen deutlich, dass Jamaika nach dem Staffel-Triumph in Peking beste Chancen hat, dem USA-Quartett wieder den 4x100-m-Sieg streitig zu machen.

Für weitere Jahres-Weltbestleistungen sorgten in Kingston 100-m-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser in 10,88 Sekunden trotz starkem Gegenwind von 1,5 m/Sekunde und Isa Phillips in 48,05 über 400 m Hürden.

Weltbestzeiten bei den Trials

Zwei Jahres-Weltbestzeiten waren der Höhepunkt am vorletzten Tag der US-Ausscheidungen.

Bei den Titelkämpfen in Eugene/Oregon siegten Lashinda Demus über 400 m Hürden der Frauen in 53,78 Sekunden und LaShawn Merritt über die flache 400-m-Distanz in 44, 50. Dabei fehlte Weltmeister Jeremy Wariner, der eine Wildcard für die WM besitzt und deshalb den 200-m-Start favorisierte.

Mit etwas zu starkem Rückenwind (2,2 m/Sekunde) sprang Ex-Weltmeister Dwight Phillips 8,57 m weit. Für weitere gute Leistungen am vorletzten Tag sorgten über 400 m Sanya Richards in 50,05 Sekunden und im Stabhochsprung Brad Walker mit 5,75 m.

Rodgers ist bereit

Zum Auftakt des Wochenendes hatten sich Mike Rodgers und Carmelita Jeter bei zu starkem Rückenwind die Sprint-Kronen gesichert.

In Abwesenheit von Gay, der aufgrund seiner Wildcard als Titelverteidiger nur im Vorlauf startete, siegte der 24 Jahre alte Newcomer Rodgers in 9,91 (3,1 m/s Rückenwind), nachdem er zuvor im Halbfinale schon 9,85 (4,0 RW) gelaufen war.

"Ich bin bereit für Berlin", sagte Rodgers.

Jeter siegt im Fotofinish

Jeter gewann im Fotofinish in 10,776 Sekunden bei 3,3 m/s Rückenwind gegen Muna Lee (10,777), obwohl sie nach 70 m einen Krampf bekam. In 10,72 war Jeter im Halbfinale so schnell gewesen wie keine andere seit neun Jahren - aber eben nur mit unerlaubtem Schub von 3,0/RW.

Nach dem verletzungsbedingten WM-Aus von Olympiasieger Bryan Clay gewann Trey Hardee den Zehnkampftitel mit 8261 Punkten.

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