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Felipe Massa wird nach seinem Crash vom Rennarzt gecheckt © getty

Fernando Alonsos Pole Position in Ungarn gerät in den Hintergrund. Felipe Massa wird von einem Gegenstand getroffen und crasht.

München/Budapest - Dramatisches Qualifying zum Ungarn-Grand-Prix auf dem Hungaroring (So., 13.45 Uhr LIVE).

Weil im dritten Durchgang die offizielle Zeitnahme ausfiel, blieb das Ergebnis der Qualifikation zunächst offen.

In der Boxengasse herrschte nach dem letzten Durchgang zunächst Ratlosigkeit. Aufgeregt befragten die Fahrer einander nach ihren Zeiten (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

Pole für Alonso, Vettel Zweiter

Schließlich wurde Renault-Pilot Fernando Alonso zum offiziellen Pole Setter erklärt. 1:21,569 Minuten hatte er für seine schnellste Runde benötigt und sich so an die Spitze des Felds gesetzt.

Dahinter, so das offizielle Ergebnis, kamen die Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel (1:21,607 Min.) und Mark Webber (1:21,741 Min.) auf die Plätze zwei und drei.

Der WM-Leader Jenson Button wurde im Brawn-Boliden lediglich Achter (1:22,511 Min.), sein Teamkollege Rubens Barrichello scheiterte bereits im zweiten Durchgang.

Schwerer Crash von Massa

Das Zeitenchaos wurde überschattet von einem schweren Crash von Ferrari-Pilot Felipe Massa 132835(DIASHOW: Die Bilder des Qualifyings).

Bei Tempo 280 kam er von der Piste ab und raste kaum gebremst in einen Reifenstapel. Dort wurde der WM-Zweite des Vorjahres geborgen. Massa hob den Arm und wollte so Entwarnung signalisieren. Er wurde umgehend ins Hospital geflogen.

Der Brasilianer war während des zweiten Durchgangs offenbar von einem fliegenden Gegenstand getroffen worden - womöglich ein Teil vom Auto des vorausfahrenden Brawn-Piloten Rubens Barrichello. Er ging offenbar für einige Sekunden k.o. und konnte den Unfall nicht mehr verhindern.

Stoßdämpfer von Barrichello?

Bei dem Gegenstand, der Massa traf, soll es sich um eine Feder vom Stoßdämpfer des Brawn-Boliden gehandelt haben. Der Brasilianer soll angeblich einen Schädelbasisbruch erlitten haben.

Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es derzeit noch nicht.

Rosberg Fünfter

Williams-Pilot Nico Rosberg fuhr auf Rang fünf. Timo Glock belegte im Toyota den 14. Platz.

Eine weitere Enttäuschung erlebte Nick Heidfeld. Der BMW-Pilot kam nicht über Position 16 hinaus. Deutsches Schlusslicht war Adrian Sutil, der im Force India auf Rang 18 landete.

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