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Bereits in Valencia am 23. August wird Michael Schumacher für Ferarri auf Punktejagd gehen © getty

Das Sensations-Conmeback ist perfekt. Der siebenmalige Weltmeister ersetzt bei Ferrari den verletzten Felipe Massa.

München - Rekord-Weltmeister Michael Schumacher steht vor einem spektakulären Comeback in der Formel 1.

Der 40-Jährige bereitet sich derzeit darauf vor, für den verletzten Felipe Massa beim nächsten Rennen am 23. August in Valencia einzuspringen und damit nach knapp drei Jahren sein Renncomeback zu geben. (DATENCENTER: WM-Stand Teams)

"Obwohl das Thema Formel 1 für mich seit langem und komplett abgeschlossen war, kann ich aus Verbundenheit zum Team diese unglückliche Situation nicht ignorieren. Als Wettkämpfer, der ich nun mal bin, freue ich mich aber auch auf diese Herausforderung", schrieb Schumacher auf seiner Internetseite.

Seine Sprecherin Sabine Kehm ergänzte: "Michael steht bereit. Wenn alle Tests und Untersuchungen gut verlaufen, dann wird er starten."

Comeback soll bis zu Massas Rückkehr dauern

Ferrari teilte mit, man wolle Schumacher so lange in das Massa-Auto setzen, bis der Brasilianer wieder genesen sei.

"Michael Schumacher ist bereit. In den kommenden Tagen wird er ein spezifisches Trainingsprogramm absolvieren, und danach wird seine Teilnahme am Europa-Grand-Prix am 23. August bestätigt", hieß es auf der Internetseite der Italiener.

Wann Massa, der ein guter Freund Schumachers ist und auch sein bislang letzter Teamkollege bei Ferrari war, wieder in den Rennzirkus zurückkehren kann, ist völlig offen. Auch die Dauer des Schumi-Comebacks ist damit ungewiss.

Eine Woche nach Valencia steht das Rennen in Spa/Belgien auf dem Programm, wo der Stern Schumachers aufging, als er am 25. August 1991 im Jordan-Ford debütierte und ein Jahr später sein erstes WM-Rennen gewann.

Weber ist skeptisch

Schon damals war Manager Willi Weber an Schumachers Seite, das Comeback sieht er aber eher skeptisch. "Die Entscheidung hat Michael selber getroffen und Ferrari-Präsident Montezemolo hat gesagt, dass er ihn überredet habe. Ich stehe jetzt natürlich voll dahinter. Wir müssen gucken, dass wir das Beste daraus machen", sagte Weber.

Dass der einst überragende Schumacher aber gleich wieder um die Spitze mitfahren wird, bezweifelt er: "Vielleicht ist das Auto auch gar nicht gut genug." Ein längeres Engagement Schumachers auch nach einer Rückkehr Massas schließt Weber derzeit aus.

Gemeinsame Entscheidung für Comeback

Schumacher erklärte, er habe sich am Nachmittag mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Ferrari-Teammanager Stefano Domenicali besprochen und dann "haben wir gemeinsam entschieden, dass ich mich darauf vorbereiten werde, für Felipe einzuspringen."

Massa liegt nach seinem schweren Unfall beim Qualifying zum Großen Preis von Ungarn in Budapest am vergangenen Samstag noch im Krankenhaus ("Keine bleibenden Verletzungen" bei Massa).

Kurz nach dem Unglück waren bereits erste Spekulationen über eine Rückkehr des siebenmaligen Champions aufgekommen, Schumacher hatte das aber ebenso wie sein Manager Willi Weber zunächst ausgeschlossen.

Ferrari wollte Schumacher mit Vertragsverlängerung ködern

"Es macht keinen Sinn, dass ich jetzt über Angebote spreche. Intensive, ernsthafte Gespräche haben sich nicht ergeben, weil meine Entscheidung steht", sagte Schumacher noch am Montag.

Doch Ferrari ließ ganz offensichtlich nicht locker und dem einstigen Seriensieger juckt es nach Ausflügen aufs Motorrad wieder in den Fingern.

Nach Informationen der italienischen Sporttageszeitung "Tuttosport" hatte die Scuderia Schumacher mit einer Verlängerung seines millionenschweren Beratervertrages ködern - und damit auch das Comeback anschieben wollen (Ferrari will Schumi ködern).

Vettel überrascht

Überrumpelt wurde von der Entscheidung auch der derzeit beste deutsche Formel-1-Pilot Sebastian Vettel.

"Ich denke, es ist für alle eine große Überraschung. Es wird aber viele Fans freuen, Michael im Ferrari wiederzusehen", sagte er dem "Mannheimer Morgen".

Nach Oktober 2006 - Teamkollege von Räikkönen

Schumacher hat in seiner einmaligen Karriere bislang 250 Grand-Prix-Rennen bestritten und dabei 91 Siege gefeiert.

Sein Debüt gab er fast genau 18 Jahre vor seinem nun bevorstehenden Comeback am 25. August 1991 in Spa/Belgien im Jordan-Ford.

1994 und 1995 mit Benetton sowie 2000, 2001, 2002, 2003 und 2004 mit Ferrari wurde er Weltmeister.

Sein bislang letztes Rennen für die "Roten" fuhr der Kerpener am 22. Oktober 2006 in Sao Paulo.

In Valencia würde er als Teamkollege von Kimi Räikkönen an den Start gehen (SERVICE: Rennkalender und Kurse).

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