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Roger Federer hat bereits 15 Grand-Slam-Titel in seiner Karriere gewonnen © getty

Der Schweizer schlägt Djokovic in drei Sätzen. Im Finale trifft Federer auf Juan Del Potro, der Rafael Nadal keine Chance lässt.

New York - Roger Federer ist nur noch einen Sieg von seinem sechsten US-Open-Titel in Serie entfernt.

Der Weltranglistenerste aus der Schweiz besiegte im Halbfinale Novak Djokovic (Serbien) in 2:34 Stunden mit 7:6 (7:3), 7:5, 7:5.

Federer feierte durch den Erfolg gegen Djokovic seinen 40. Sieg in Flushing Meadows in Folge und erreichte sein insgesamt 21. Grand-Slam-Finale (15 Siege).

In diesem Jahr hatte sich der 28-Jährige bereits bei den French Open in Paris und in Wimbledon durchgesetzt. Linkshänder Nadal, der trotz seines Ausscheidens im Halbfinale der US Open auf Rang zwei der Weltrangliste vorrückt, hatte zum Saisonbeginn die Australian Open in Melbourne gewonnen.

Im Finale gegen Del Potro

Im Finale (22.30 LIVESCORES) trifft der Schweizer auf Juan Martin Del Potro ("Das war das beste Spiel meiner Karriere"), der zuvor Rafael Nadal im anderen Halbfinale überrollt hatte und damit den Traum des Spaniers vom ersten Titel beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres hat platzen lassen.

Der Sieger des letzten Majors des Jahres kassiert 1,6 Millionen Dollar.

Der schon seit Monaten vom Verletzungspech verfolgte Nadal hatte gegen seinen Angstgegner beim 2:6, 2:6, 2:6 nach 2:20 Stunden Spielzeit keine Chance.

Nadal muss weiter warten

Nach einer der bittersten Lehrstunden seiner Karriere muss Nadal damit weiter auf die Komplettierung seiner Grand-Slam-Sammlung warten.

Bis auf das Turnier in New York hat der frühere Weltranglistenerste bereits jedes der vier größten Turniere mindestens einmal gewonnen.

"Natürlich bin ich enttäucht, aber der Karriere-Slam bleibt ein wichtiges Ziel. Ich spiele ja noch ein paar Jahre", sagte Nadal nach der Partie.

Der Sieger des letzten Majors des Jahres kassiert 1,6 Millionen Dollar.

Verletzung behindert Nadal

Der 23-jährige Nadal, der nach zweimonatiger Pause wegen Knieblessuren erst vor knapp vier Wochen auf die Tour zurückgekehrt war, wirkte im Duell gegen Del Potro deutlich gehandicapt.

Bereits nach drei Spielen im zweiten Satz hatte er mehr einfache Fehler fabriziert als im gesamten Viertelfinale gegen den Chilenen Fernando Gonzalez (7:6, 7:6, 6:0) am Tag zuvor.

Schon seit dem Turnier in Cincinnati hatte sich Nadal mit einer hartnäckigen Bauchmuskelzerrung herumgeplagt. Auch in New York war er während der Spiele von einem Physiotherapeuten an der schmerzenden Stelle behandelt worden.

"Es war sehr schwierig für Rafa"

"Es war sehr schwierig für Rafa. So eine Verletzung beeinträchtigt natürlich sein Spiel", meinte sein Trainer und Onkel Toni Nadal.

Ein großes Pflaster auf dem Bauch sollte Abhilfe schaffen. Doch vor allen Dingen die Länge in Nadals Schlägen und die gewohnte Härte seiner Aufschläge fehlte, was der konstant spielende Del Potro gnadenlos ausnutzte.

In allen Sätzen breakte er den Melbourne-Sieger von 2009 jeweils zweimal.

Del Potro krönt seine Saison

Damit geht für Nadal eine emotionale Saison mit einigen Rückschlägen zu Ende.

Bei den Australian Open mit dem Turniersieg gegen den großen Rivalen Federer ideal gestartet, musste er als Titelverteidiger Wimbledon wegen seiner Knieverletzung schweren Herzens absagen. "Die Zeit war nicht einfach", gestand Nadal.

Del Potro dagegen setzte damit seine kontinuierliche Weiterentwicklung fort. Im Frühling hatte er bei den French Open in Paris erstmals in einem Grand-Slam-Halbfinale gestanden - und dort nur knapp in fünf Sätzen gegen den späteren Sieger Federer verloren.

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