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Marco Streller (l.) erzielte innerhalb von zwei Minuten zwei Treffer gegen Sion © imago

In der Axpo Super League gewinnen Bern und Basel hoch. Auch Neuchâtel Xamax siegt erneut. Grasshoppers Zürich spielt remis.

München - Bärenstarker Auftritt von Basel und den Young Boys aus Bern. Die Berner siegen bei Schlusslicht Aarau mit 4:0.

Matchwinner für die Berner war Seydou Doumbia mit drei Toren.

Die hochüberlegenen Berner feierten vor 24720 Zuschauern im Stade de Suisse den neunten Erfolg in den letzten zehn Spielen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle Super League)

Nach einem harzigen Start sorgten Saif Ghezal und Seydou Doumbia mit einer Doublette innerhalb von vier Minuten kurz vor der Pause für die frühe Entscheidung; beide reagierten nach einem Abpraller von Aarau-Hüter Ivan Benito am schnellsten.

Doumbia, der sich vor dem Spiel die Haare blond färben liess, erhöhte in der zweiten Halbzeit mit seinen Saisontreffern 12 und 13 noch auf 4:0, womit der Ivorer seine Führung in der Torschützenliste weiter ausbaute.

Basel überrollt Sion

Der FC Basel reiht in der Super League derzeit Sieg an Sieg. Das 5:0 gegen Sion war der vierte Erfolg in Serie für den FCB. Marco Streller (2), Scott Chipperfield (2) und Alex Frei schossen die Tore.

Das 5:0 gegen inferiore Sittener war auch in dieser Höhe verdient. Die Walliser konnten den FCB in dessen Platzhälfte in keiner Phase beunruhigen. Sion war auf ein Unentschieden aus, musste seine Pläne aber kurz vor der Pause und nach dem Doppelschlag Strellers aufgeben. Am Ende wurde der Cupsieger mit drei weiteren Gegentreffern zwischen der 79. und 86. Minuten richtiggehend demontiert.

Doppelpack von Streller

Marco Streller schoss den FCB innerhalb von zwei Minuten mittels zwei Kopftoren auf den richtigen Weg (43./44.). Für den Stürmer, der im Aufgebot für die nächsten WM-Qualifikationsspiele fehlt, waren es die Saisontore 6 und 7. Die Walliser hatten bis dahin ansprechend verteidigt, waren aber auch wenig gefordert worden.

Bis zur 43. Minute deutete nämlich nichts auf ein späteres Schützenfest hin; der FCB zeigte fast eine Halbzeit lang eine mässige Leistung.

Bellinzona entzaubert FCZ

In Mailand triumphiert, in Bellinzona blamiert. Der FCZ flog diese Woche hoch und fiel im Tessin umso tiefer. Gegen einen Gegner, der seit sieben Runden auf einen Sieg wartete, verlor er völlig zurecht. Erst nach dem 1:2-Rückstand (Gashi/59.), trat der FCZ mit mehr Herz auf. Das Aufbäumen kam zu spät.

Dabei war den Zürchern vor der Pause die scheinbar wegweisende Führung in den Schoss gefallen. Der FCZ spielte abwartend und ging trotzdem entgegen dem Spielverlauf in Führung.

Tico passte gefühlvoll auf Vonlanthen, der aus wenigen Metern gekonnt abschloss (38.). Doch die Zürcher konnten die glückhafte Führung nicht in die Pause retten. Gürkan Sermeter, der bisher eine enttäuschende Saison spielte, glich mit seinem ersten Treffer aus (42.).

Nach der Pause war Zürich um eine Reaktion bemüht, doch bevor sich de Favorit in der Platzhälfte des Tabellenvorletzten festsetzte, holte Bellinzona zum entscheidenden Konterschlag aus. Mauro Lustrinelli setzte sich im Strafraum durch und spielte Shkelzen Gashi vor dem leeren Tor an - 2:1.

Lustrinelli macht alles klar

Seine vorzügliche Leistung krönte Lustrinelli in der 89. Minute mit dem dritten Tor per Foulpenalty. Zürich versuchte in der Nachspielzeit die unmögliche Wende, kam dank Marco Schönbächlers Weitschuss nochmals heran, doch der glückhafte Punktgewinn gelang nicht mehr.

Xamax' Serie hält an

Die Neuenburger feierten in der 12. Runde mit dem 4:2 gegen St. Gallen den fünften Sieg in Serie. Bei St. Gallen ist offenbar zumindest ein Teil der Aufstiegseuphorie verpufft. Die Ostschweizer haben den Kontakt zur erweiterten Spitze endgültig verloren.

Xamax hat gegen St. Gallen bewiesen, dass es auch ohne Tore seines treffsicheren Sturm-Duos Ideye Brown/Mario Gavranovic erfolgreich sein kann. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle Super League)

In die Bresche sprangen Raphael Nuzzolo mit einem Freistoss (4.), Innenverteidiger Stéphane Besle mit einem Kopfball (63.), der Kameruner Augustin Gilles Binya mit einem Schlenzer (70.) und Sébastien Wüthrich (78.).

Während sich Gavranovic für einmal selten in Szene setzte, bereitete sein Partner Brown Binyas 3:1 mit einem sehenswerten Solo und einem Absatztrick vor. St. Gallen vermochte das Geschehen im fremden Stadion während einer Stunde ausgeglichen zu gestalten, doch in der Schlussphase baute die Equipe von Uli Forte merklich ab.

Das herrliche Freistosstor von Moreno Costanzo in der Nachspielzeit hatte letztlich nur statistischen Wert.

Nullnummer beim GCZ

Der Vergleich zwischen den Grasshoppers und dem etwas überraschenden Tabellendritten Luzern endete unentschieden.

In einer Partie, die arm an Höhepunkten war, fielen keine Tore. Man hatte eine spektakulärere Affiche erwartet, war es doch beim letzten Duell zwischen den beiden Klubs zum ominösen "Becherwurf" gekommen.

Bei Luzerns 2:1 am 26. Juli in Emmenbrücke ging GC-Verteidiger Ruiz zu Boden, nachdem er von einem Becher am Kopf getroffen worden war. Er verliess das Feld vorzeitig, Luzern schoss noch per Penalty den Siegtreffer und die Zürcher legten schliesslich ohne Erfolg Protest gegen die Wertung ein.

Die zweite Begegnung verlief weitaus ruhiger. Einer der grössten Aufreger war ein Kopfball von FCL-Stürmer Paiva an einen Aussenpfosten.

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