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Andreas Kofler holt den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee 2009/10 © getty

Während Andreas Kofler in Bischofshofen zum Gesamtsieg springt, holt sich ein anderer Österreicher den Tagessieg.

Bischofshofen - Andreas Kofler hat sich in Bischofshofen mit Platz fünf den Sieg bei der 58. Vierschanzentournee gesichert.

Auf den Schultern seiner Teamkollegen ließ er sich nach seinem Triumph durch das tobende Stadion tragen. .

"Das ist die Krönung, einfach gewaltig, der Wahnsinn. Ich habe mir das immer erträumt, und nach zwei ganz harten Jahren ist es wahr geworden", sagte Kofler.

Nach einem dramatischen Finale nahm der 25-Jährige strahlend den Schlüssel für eine 35.000 Euro teure Nobelkarosse in Empfang und sang mit 25.000 begeisterten Fans die österreichische Hymne mit.

13,3 Punkte rettete der Auftaktsieger von Oberstdorf (1027,2) nach einem dramatischen Finale vor dem finnischen Tournee-Rekordsieger Janne Ahonen (1013,9) ins Ziel.

Lob von Schuster

Die perfekte Tournee-Bilanz der Austria-Adler wurde mit dem Tagessieg von Thomas Morgenstern (264,7) vor Ahonen (264,0) beim Finale komplettiert.

Die anderen beiden Tourneespringen hatte der Österreicher Gregor Schlierenzauer gewonnen.

"Die Österreicher sind einfach eine Klasse besser als der Rest der Welt. Ich freue mich für Kofi, den ich auch mal trainiert habe", sagte der deutsche Chefcoach Schuster, selbst Österreicher.

Ammann taktiert

Doch im Mittelpunkt stand das dramatische Finale um den Tourneesieg, das durch einen genialen Schachzug von Simon Ammann noch spannender gemacht wurde.

"Ich bin in der Qualifikation absichtlich schlecht gesprungen, um möglichst weit weg von den anderen Favoriten zu springen", berichtete der Doppel-Olympiasieger mit dem Spitznamen "Harry Potter".

Er flog ganz am Anfang des ersten Durchgangs auf die Bestweite von 136 Meter. Spitzenreiter Kofler schaffte eine Dreiviertelstunde später sieben Meter weniger.

Größter Triumph der Karriere

So nahm der Österreicher nur noch 12,8 Punkte oder sieben Meter Vorsprung auf Ahonen und Ammann mit in den letzten Sprung.

Doch dort zeigte er mit 133,5 Metern gute Nerven und feierte während des Feuerwerks mit Tränen in den Augen den größten Triumph seiner Karriere.

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