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Roger Federer wurde 2009 von der ATP zum Spieler des Jahrzehnts gekürt © getty

Im Finale von Melbourne behält Roger Federer die Nerven und gewinnt den Tiebreak-Krimi gegen Andy Murray im dritten Satz.

Melbourne - Roger Federer hat zum vierten Mal nach 2004, 2006 und 2007 die Australian Open in Melbourne gewonnen. 198715(DIASHOW: Das Finale Federer - Murray)

Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz setzte sich im Finale am Sonntag mit 6:3, 6:4, 7:6 (13:11) gegen den britischen Herausforderer Andy Murray durch und verbesserte damit seinen eigenen Rekord auf 16 Titel bei Grand-Slam-Turnieren. 196926(DIASHOW: Bilder der 2. Woche)

Der 22-jährige Murray unterlag Federer zum zweiten Mal im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers nach den US Open 2008. Großbritannien wartet damit weiterhin auf seinen ersten Champion bei einem der vier Major-Turniere seit dem Wimbledonsieg von Fred Perry 1936. (Murray auf Perrys Spuren).

Federer wie einst Agassi

"Ich bin vor Freude außer mir", sagte Roger Federer bei der Siegerehrung, "es ist für mich etwas ganz Besonderes, als Vater einen Grand Slam gewonnen zu haben." Der letzte, dem das gelang, war 2003 an gleicher Stelle Andre Agassi.

Dessen Sohn Jaden Gil war damals schon 15 Monate alt, Federers Zwillingstöchter sind gerade mal ein halbes Jahr auf der Welt. "Vielleicht können sie ja nächstes Jahr schon hier in der Box sitzen", sagte der Schweizer.

Hoffnung für Murray

Zuvor fand er tröstende Worte für Andy Murray, der wegen der Enttäuschung und der Anspannung während seiner Rede in Tränen ausbrach: "Andy, du bist ein viel zu guter Spieler, um nicht eines Tages einen Grand Slam zu gewinnen."

In den ersten beiden Sätzen hatte der erfahrene Schweizer dominiert, der dritte Durchgang war ausgeglichen, der Tiebreak brachte schließlich großes Tennis und großes Drama. Fünf Satzbälle konnte Murray nicht nutzen, Federer brauchte drei Matchbälle.

Schlosshund Murray

Roger war heute viel besser als ich", sagte Murray schluchzend und in Anspielung auf die Freudentränen, die Federer oft nach Siegen vergossen hat: "Ich kann weinen wie Roger, aber es ist eine Schande, dass ich nicht spielen kann wie er."

Nadal rutscht in der Weltrangliste ab

Federer kassierte eine Siegprämie von umgerechnet rund 1,33 Millionen Euro. Er ist am Montag mit insgesamt 268 Wochen als Nummer eins gemeinsam mit Jimmy Connors Dritter der ewigen Liste hinter Pete Sampras (286 Wochen) und Ivan Lendl (270).

Murray, der 670.000 Euro Siegprämie kassierte, klettert in der neuen Weltrangliste auf Platz drei hinter Federer und Novak Djokovic (Serbien). (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der Herren)

Titelverteidiger Rafael Nadal, der Murray im Viertelfinale unterlag, ist nur noch Vierter.

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