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Marc Zwiebler muss sich im Finale geschlagen geben
Der deutsche Meister Marc Zwiebler gewann zuletzt die Canadian Open © getty

Von der Olympia-Quali erschöpft muss Marc Zwiebler früh das Aus bei der WM hinnehmen. Die Hoffnung ruht nun auf Juliane Schenk.

London - Der fünfmalige deutsche Badminton-Meister Marc Zwiebler aus Bonn ist bereits in der zweiten Runde der Weltmeisterschaften in London gescheitert 434896(DIASHOW: Die Sportstätten in London).

Der Weltranglisten-13. vergab im entscheidenden Durchgang einen Matchball und unterlag dem Spanier Pablo Abian 17:21, 21:7, 22:24.

Bei der WM im vergangenen Jahr in Paris hatte Zwiebler mit einem Sieg über Abian noch den Einzug ins Achtelfinale geschafft.

"Ich habe heute nie zu meinem Spiel gefunden und mich nie richtig wohlgefühlt. Am Ende war es vielleicht auch ein wenig glücklich, aber er hat klasse gespielt und sich den Sieg verdient", sagte Zwiebler.

Frische hat gefehlt

Gegen seinen nahezu fehlerfrei aufspielenden Kontrahenten fand Zwiebler, der zuletzt bei den Canada Open triumphiert hatte, lange Zeit kein Konzept.

Zwar gewann der EM-Dritte den zweiten Durchgang klar, im entscheidenden Satz steigerte sich Abian allerdings wieder und hatte zum Schluss die besseren Nerven. Mit 1:13 Stunden war die Begegnung das zweitlängste Spiel im bisherigen Turnierverlauf.

"Ich war mental nicht so frisch, wie ich es heute hätte sein müssen. Die Olympia-Qualifikation und die vielen Reisen machen sich schon bemerkbar. Jetzt bin ich nur noch enttäuscht, weil ich gute Chancen aufs Viertelfinale hatte", sagte der Linkshänder.

"Habe zuviel nachgedacht"

Es sollte ein schwarzer Mittwoch für die deutschen Athleten in der Wembley Arena werden. Bittere Tränen vergoss Olga Konon (Bischmisheim) nach ihrer 20:22, 11:21-Niederlage in der zweiten Runde gegen Sayaka Sato (Japan/Nr. 16).

"Ich habe zu viel nachgedacht, zu viel Risiko gespielt und zu wenig Geduld gehabt", analysierte Konon.

Ebenso ausgeschieden sind die Doppel Ingo Kindervater/Johannes Schöttler (Bonn/Bischmisheim) und Carla Nelte/Johanna Goliszewski (Refrath/Mülheim).

Hoffnung ruht auf Schenk

Nach den Niederlagen ruhen die Hoffnungen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) umso mehr auf Juliane Schenk.

Die Weltranglistenneunte aus Berlin trifft in ihrem Achtelfinale am Donnerstag auf die chinesischen Weltranglistenvierte Jiang Yanjiao. Im direkten Vergleich zwischen beiden Spielerinnen steht es 2:2.

In der Runde der letzten 16 Teilnehmer ist außer Schenk nur noch das an Position 13 gesetzte Mixed Birgit Michels/Michael Fuchs (Bonn/Bischmisheim) für den DBV vertreten. Die deutschen Meister fordern am Donnerstag die topgesetzten Zhang Nan/Zhao Yunlei (China) heraus.

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