Der Englische Badmintonverband verschärft im Zuge der Ausschreitungen in London die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Austragungsstätte der Weltmeisterschaften.

"Zusätzliche Sicherheitskräfte werden rund um die Wembley Arena eingesetzt", heißt es in einem Schreiben an die Nationalmannschaften, die zum größten Teil im Stadtteil Wembley untergebracht sind.

Außerdem werden ab sofort Transporte für Spieler und Offizielle eingesetzt, obwohl die Teamhotels nur wenige Hundert Meter von der Halle entfernt sind.

Der Badminton-Weltverband (BWF) versichert, dass er alle an der WM beteiligten Personen jederzeit über die Situation auf dem Laufenden hält.

"Trotzdem ist absolut zu erwarten, dass die Weltmeisterschaften wie geplant weitergehen werden", lassen Veranstalter BWF und Ausrichter Badminton England verlauten:

"Der Weltverband wird unterstützt von der Wembley Arena und dem Organisationskomitee der Olympischen Spiele (LOCOG) und hat Zugang zu neuesten Informationen der Polizei. Momentan gibt es in Wembley kein besonderes Risiko."

Das sieht auch Martin Kranitz, Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) ähnlich: "Noch ist die Situation nicht besorgniserregend. Wir wohnen derart nah an der Halle, dass wir die Busse nicht nehmen, wenn wir darauf warten müssen."

Kranitz ergänzte: "Wir haben schon ganz andere Situationen erlebt. Bei der WM vor zwei Jahren in Indien gab es eine Bombendrohung und wir hatten Polizeischutz mit Maschinenpistolen vor der Halle."

Die Krawalle in London hatten am Samstagabend im Stadtteil Tottenham begonnen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel