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Berlins Rashad Wright steuerte drei Punkte zum Sieg über Mariuopol bei © getty

Auch gegen Mariupol zittert sich Berlin zum Erfolg. Kochs Team dagegen leistet sich kurz vor Schluss einen bitteren Blackout.

Berlin - Zwei Zitterpartien, nur ein glücklicher Sieger: (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Während ALBA Berlin im zweiten Gruppenspiel des Eurocups in den Schlussminuten beim ukrainischen Meister Asowmasch Mariupol den Sieg einfuhr, musste sich Vizemeister Telekom Baskets Bonn bei Besiktas Istanbul in der Verlängerung geschlagen geben.

In der Eurochallenge hingegen bejubelten MEG Göttingen und die Artland Dragons Quakenbrück souveräne Heimerfolge.

Zweiter Krimi in Serie

Das 74:73 (40:41) der "Albatrosse" in der Ukraine war im zweithöchsten europäischen Klub-Wettbewerb bereits der zweite Krimi in Folge.

"Wir weigern uns derzeit standhaft, solche Spiele zu verlieren", lobte ein sichtlich erleichterter Sportdirektor Henning Harnisch die Moral seines Teams.

In der Vorwoche hatten die Berliner die Partie gegen Banca Tercas Teramo aus Italien ebenfalls nur knapp mit 75:73 gewonnen.

Jenkins und Ronaldas patzen

In Mariupol erwischte der achtmalige deutsche Meister einen Fehlstart, lag nach dem ersten Viertel mit 22:31 zurück, kämpfte sich aber wieder heran.

Seine zwei wohl wichtigsten Zähler erzielte dann ALBA-Topscorer Julius Jenkins (22 Punkte) in der Schlussphase zum 74:72. Doch anstatt danach an der Freiwurflinie den Sack zuzumachen, patzte der gefoulte Kapitän.

Auf der anderen Seite hatte Jarutis Ronaldas wenige Sekunden vor dem Ende ebenfalls an der Linie die Chance zum Ausgleich.

Bittere Pleite in der Overtime

Doch weil auch der Litauer an seinen Nerven scheiterte und den ersten Versuch verwarf, blieb den Berlinern nach der beschwerlichen 12-stündigen Anreise ein Nachsitzen in der Verlängerung erspart.

Mit leeren Händen dagegen kehrten die Bonner vom Bosporus zurück.

Das 98:102 (88:88, 46:39) nach Verlängerung gegen Besiktas war eine bittere Niederlage.

Fehlende Erfahrung?

Denn die noch sieglosen Rheinländer gaben das Spiel nach einem Blackout vier Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit trotz einer 13-Punkte-Führung noch aus der Hand.

"Vielleicht haben meine Spieler noch nicht die Erfahrung, die nötig ist, um enge Spiele in Europa am Ende zu gewinnen", klagte der Bonner Coach Martin Koch und bemängelte die Einstellung seiner Spieler:

"Besiktas wollte den Sieg am Ende mehr, daher haben sie verdient gewonnen."

Göttingen siegt zu Hause

Besser als der Vizemeister machten es die beiden Bundesligisten in der Eurochallenge.

MEG Göttingen feierte vor 2200 Zuschauern in der Lokhalle eine gelungene Heimpremiere auf europäischer Ebene.

Mit dem 81:51 (41:25) gegen den französischen Klub BCM Gravelines-Dunkerque war auch "Veilchen"-Coach John Patrick hochzufrieden: "Wir haben heute über die gesamte Spielzeit eine sehr hohe Intensität und Konzentration gezeigt."

Artland wahrt weiße Weste

Wie Göttingen wahrte auch Quakenbrück die weiße Weste in der Gruppenphase auf europäischem Parkett, drehte gegen Tartu Rock aus Estland aber erst in der zweiten Hälfte so richtig auf.

Erfolgreichste Werfer der Niedersachsen beim am Ende deutlichen 94:71 (35:45) waren Darren Fenn (21) und Ronald Ross (19).

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