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Coach Dirk Bauermann und Go-to-Guy Nowitzki holten 2002 WM-Bronze © getty

Dirk Bauermann darf für den FCB Shoppen gehen und liebäugelt mit Nowitzki. Dessen Verpflichtung sei der fünftnächste Schritt.

München - Bundestrainer Dirk Bauermann sieht das Engagement des FC Bayern München als "historische Chance" für den deutschen Basketball und denkt mittelfristig an eine Verpflichtung von Dirk Nowitzki.

Für sein erstes Jahr als Trainer des Zweitligisten sieht er den Aufstieg als Pflichtziel an. Perfekt! Bauermann zum FC Bayern

"Wenn sich ein Verein wie der FC Bayern entschließt, Spitzenbasketball in München zu etablieren, dann hat das eine große Wirkung für die gesamte Sportart. Für das Basketball in Deutschland ist das eine historische Chance", sagte Bauermann im "az"-Interview.

"Der überüberüberübernächste Schritt"

Der Bundestrainer soll bei den Bayern alle Spieler bekommen, die er gern haben will, allerdings ist eine Verpflichtung von NBA-Star Dirk Nowitzki derzeit noch Zukunftsmusik.

"Nowitzki ist zwar Franke, aber eben auch Bayer", sagte Bauermann. Wenn in der Pro-A-Liga in der kommenden Saison und in den Jahren danach der Erfolg gelänge, dann wäre Nowitzki beim FC Bayern der "überüberüberübernächste Schritt".

Erst einmal müsse das Ziel, unangefochten in die Bundesliga aufzusteigen, erreicht werden.

"Nichts zu gewinnen "

"Der direkte Aufstieg im ersten Jahr ist die Grundvoraussetzung, damit das Projekt überhaupt funktionieren kann. Das darf nicht schiefgehen", sagte Bauermann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". (DATENCENTER: Die ProA)

Der Chefcoach ist nach zwei Gesprächen mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß überzeugt, dass das "faszinierende Projekt" von Erfolg gekrönt sein wird.

Der 52-jährige Bauermann, der in Personalunion auch weiterhin als Bundestrainer arbeiten wird, geht nach eigenen Angaben "ein hohes persönliches Risiko ein. Ich habe ja als Trainer vorerst nichts zu gewinnen, sondern nur zu verlieren."

Doppelfunktion ein Diskussionsgrund

Um den Erfolg zu gewährleisten, sollen "Spieler mit hoher sportlicher und menschlicher Qualität" verpflichtet werden.

Dabei will Bauermann, der in seiner Funktion als Bundestrainer mehr Einsatzzeiten für deutsche Talente gefordert hatte, auch junge Spieler an die Mannschaft heranführen, da er sich sonst unglaubwürdig machen würde.

Er müsse dabei aber sehr sensibel vorgehen, sonst werde er in seine Doppelfunktion als Vereins- und Bundestrainer "schnell in die Kritik geraten".

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