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Demond Greene hat bisher 113 Länderspiele für Deutschland bestritten © getty

Demond Greene will mit Bayern München möglichst schnell in die deutsche Spitze. Seinen Coach vergleicht er mit Louis van Gaal.

München - Demond Greene hat schnell verstanden, worum es beim FC Bayern München geht.

"Wer das Bayern-Logo auf der Brust hat, der muss ganz weit oben stehen", sagt er.

Seit dieser Saison gilt das nicht nur im Fußball, sondern auch im Basketball. Der Zweitligist will mit Greene und weiteren Stars in die Beko BBL

Der Aufstieg am Ende der Saison ist fest eingeplant, doch das wäre Greene nicht genug: "Es steckt viel mehr hinter diesem Projekt. Die Mannschaft soll sich in der ersten Liga etablieren und oben mitspielen"

Mit Bayern hat er Großes vor

Greene kam vom griechischen Erstligisten Olympia Larisa.

"München ist eine wunderschöne Stadt, hier wird Basketball auf höchstem Level gebraucht, und bei dieser Herausforderung will ich helfen", erklärte der 31 Jahre Guard seinen Schritt in die ProA.

Beim und mit dem FC Bayern hat er Großes vor: "Hier soll ein zweites Standbein aufgebaut werden, wie bei Real Madrid oder Barcelona." Die spanischen Fußball-Topklubs zählen auch im Basketball zur europäischen Elite.

"Typ wie ein Fels"

Bundestrainer Dirk Bauermann hat Greene umgehend nach München gelotst, nachdem er im Sommer als Coach der Münchner angeheuert hatte.

"Demond ist ein Typ wie ein Fels. Deshalb war es mir so wichtig, ihn hier dabei zu haben", lobt Bauermann und betont, dass es in Deutschland keinen besseren Verteidiger und Distanzschützen gebe.

Der Bayern-Coach vergleicht seinen Schützling sogar mit Deutschlands größtem NBA-Star: "Wenige Spieler enttäuschen so selten wie er - Dirk Nowitzki ist noch so einer."

Bauermann wie van Gaal

Greene wiederum ist überzeugt von den Qualitäten seines Trainers, den er von der Nationalmannschaft und einem gemeinsamen Jahr in Bamberg (2007/08) kennt.

"Dirk war ein wichtiger Grund für meinen Wechsel. Er hat eine große Autorität, behandelt alle mit Respekt und macht deutlich, was er fordert", nennt er Bauermanns Vorzüge im Umgang mit den Spielern.

Greene vergleicht Bauermann mit Münchens Fußballlehrer Louis van Gaal: "Man merkt, dass beide eine Aura haben, eine sehr positive Ausstrahlung."

Perspektive entscheidend

Doch nicht nur Bauermann, sondern auch die Perspektive haben Greene davon überzeugt, nach München zu gehen und dafür sogar finanzielle Abstriche in Kauf zu nehmen.

"Ich habe einen Verein gesucht, der mir langfristig etwas bietet. Mit Frau und Kindern wollte ich nicht wieder nach einem Jahr umziehen", stellt der Nationalspieler klar.

Beim FC Bayern liegt seine garantierte Vertragslaufzeit zwar auch nur bei einem Jahr, der Kontrakt verlängert sich aber automatisch um zwei weitere Jahre, wenn der Aufstieg in die BBL gelingt.

Mit dem Arbeitsklima beim deutschen Fußball-Rekordmeister ist Greene sehr zufrieden: "Alle geben Gas und stehen zu 100 Prozent hinter uns. Alle sind immer positiv, auch wenn es stressig ist."

"Hoeneß ist ein lockerer Typ"

Das gelte auch für Vereinspräsident Uli Hoeneß, der das Projekt Basketball beim FC Bayern maßgeblich mit angeschoben hat. "Erst war ich ein bisschen schüchtern, als ich ihn getroffen habe. Aber er ist ein lockerer Typ und hat mich gleich angesprochen", erzählt Greene.

Geholfen hat beim Kennenlernen womöglich, dass Greene bekennender Fan der Fußballer des FC Bayern ist. "Aber jetzt identifiziere ich mich noch mehr mit dem Verein. Das ist kein Zwang, das geht automatisch", sagt er.

Samstag gegen Hannover

Den Klub nennt er eine "Weltmarke mit unglaublichen Beziehungen", diese Rahmenbedingungen will er nutzen, um auch im Basketball "die Nummer eins" zu werden.

Irgendwann vielleicht in Europa, zunächst aber mal am Samstag in der ProA gegen die UBC Hannover Tigers.

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