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Bislang durfte Dirk Bauermann mit den Bayern in dieser Saison drei klare Siege bejubeln © getty

Nach dem Ausfall von zwei Nationalspielern wollen die Münchner schleunigst nachrüsten. Ein alter Bekannter ist im Gespräch.

Von Stefan Missy

München - Sportlich läuft die "Mission Aufstieg" mit drei deutlichen Siegen aus drei Spielen absolut nach Plan.

Personell bewegt sich der FC Bayern München allerdings auf äußerst dünnem Eis.

Denn nach den Ausfällen von Steffen Hamann (Mittelfußbruch) und Artur Kolodziekski (Faserriss in der Bauchmuskulatur) ist Trainer Dirk Bauermann am vergangenen Samstag mit Demond Greene die nächste tragende Säule der Mannschaft weggebrochen.

Der Spielmacher, der beim 89:55-Kantersieg über den UBC Hannover einen Achillessehnenriss erlitt, wurde schon am Montag im Unfallklinikum Murnau operiert.

Saison-Aus für Greene

"Demond wird auch diesmal wieder zurückkommen. Bei der Rehabilitation kommt ihm natürlich seine enorme Muskulatur zugute. In dieser Hinsicht ist er der Stärkste in unserer Mannschaft", machte Teamarzt Dr. Jochen Hahne dem Pechvogel in der "tz" Mut.

In dieser Saison wird der 31-Jährige seinen Kollegen jedoch wohl nicht mehr helfen können, muss sich stattdessen durch das monatelange Reha-Programm quälen.

Für die Bayern bedeutet das: Ein Ersatz muss her - und das möglichst schnell.

Verein will nachlegen

Nicht nur, um die Lücke in der Mannschaft zu schließen, sondern auch aufgrund des Regelwerks der ProA: Dieses sieht nämlich vor, dass immer mindestens zwei Spieler mit deutschem Pass auf dem Parkett stehen müssen.

Und da wird es aufgrund der Verletzungsmisere langsam aber sicher eng. Dass man deshalb definitiv nochmal nachlegen wird, darauf haben sich die Vereinsoberen mittlerweile schon verständigt.

Bayern sucht "Greene-Double"

Auch das Anforderungsprofil für den Neuzugang ist klar umrissen: Es sollte nach Möglichkeit eine Art "Greene-Double", also ein erfahrener Spieler mit deutscher Staatsbürgerschaft sein.

Als heißesten Kandidaten für diese Aufgabe handeln diverse Münchner Zeitungen den derzeit vertragslosen Robert Garrett, der als Jugendfreund von Greene gilt.

Durch seinen "Nebenjob" als Bundestrainer kennt Bauermann den 33-Jährigen bereits bestens von der Nationalmannschaft sowie aus seiner Zeit bei den Brose Baskets Bamberg.

Garrett der Top-Kandidat?

"Robert liegt auf der Hand. Jetzt müssen wir uns aber erst einmal mit ihm über seine Vorstellungen unterhalten", sagte der Coach der "Abendzeitung".

Daneben habe man aber auch "zwei, drei weitere Kandidaten" im Visier.

Die Zeit drängt - schon am Sonntag muss der Spitzenreiter zum Auswärtsspiel bei den Rhöndorf Dragons antreten.

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