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Dirk Bauermann (r.) ist seit 2010 Trainer bei den Basketballern des FC Bayern © imago

Uli Hoeneß frohlockt vor Bayerns Gipfel gegen Hinrunden-Bezwinger Würzburg. Bauermann werde wohl eher dem DBB einen Korb geben.

München ? Den entscheidenden Schritt Richtung Aufstieg in die Beko BBL wollen die Basketballer von Bayern München vor einer Rekordkulisse machen.

Zum Spitzenspiel der 2. Liga (Pro A) gegen die Baskets Würzburg am 20. Februar werden 12.200 Zuschauer in der Münchner Olympiahalle erwartet, das "Bayerische Fernsehen" überträgt die Partie live. (DATENCENTER: ProA)

"So viele Zuschauer hat die Halle im Basketball noch nie erlebt", sagt Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Selbst zum EM-Finale 1993 zwischen Deutschland und Russland (71:70) waren nur 10.800 Zuschauer gekommen.

"Wir haben es geschafft, mit dem Projekt Basketball den Nerv der Leute zu treffen", sagt Hoeneß: "Für das Fernsehen wird es ein Test sein, wie man mit Basketball Einschaltquoten kreieren kann, wenn Bayern München mitspielt."

Einzige Saisonniederlage gegen Würzburg

Das Spiel zwischen dem FC Bayern und Würzburg ist das vorentscheidende um den Aufstieg in die Beko BBL. Die Unterfranken sind als Tabellenzweiter schärfster Verfolger von Spitzenreiter München.

In Würzburg kassierten die Münchner ihre bislang einzige Saisonniederlage.

Das Rückspiel haben die Bayern von der 3200 Zuschauer fassenden Eissporthalle, in der sie normalerweise ihre Heimspiele austragen, in die größere Olympiahalle verlegt.

"Man muss sich schon kneifen"

Die zunächst angebotenen 8000 Tickets waren so schnell weg, dass die Kapazität der Halle zweimal auf insgesamt 12.200 Plätze erhöht wurde.

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"Wenn man darüber nachdenkt, muss man sich schon kneifen. Dass das Projekt so schnell auf so hohem Niveau funktioniert, konnte keiner erwarten", sagte Bayern-Trainer Dirk Bauermann: "Nach meiner Kenntnis hat es so etwas im deutschen Basketball noch nie gegeben."

Hallen-Frage noch offen

Wenn der Aufstieg in die Beko BBL gelingt, ist allerdings noch offen, in welcher Halle die Bayern künftig ihre Heimspiele austragen. Die Eissporthalle ist zu klein, die Olympiahalle an vielen Terminen anderweitig belegt.

Derzeit befindet sich der Verein in Gesprächen mit der Stadt München über einen Umzug in die 7000 Zuschauer fassende Rudi-Sedlmayer-Halle, in der 1972 das olympische Basketballturnier ausgetragen wurde.

"Riesengroßer Zeitdruck"

Mitte März müssen die Bayern die BBL-Lizenz beantragen und dabei angeben, wo sie ihre Spiele austragen wollen. "Wir stehen unter riesengroßem Zeitdruck. Das ist eine ganz entscheidende Frage, um unser Projekt weiterzuführen", sagt Bayern-Vizepräsident Bernd Rauch.

Hoeneß rechnet mit einer Lösung in den nächsten vier bis sechs Wochen: "Die Stadt will uns unterstützen."

Bleibt Bauermann?

Unklar ist zudem, ob Bauermann nach dem Aufstieg weiterhin seine Doppelfunktion als Bayern- und Bundestrainer ausführen darf. In den nächsten Wochen soll es ein Gespräch zwischen den Verantwortlichen der BBL und Bayern München geben.

Hoeneß ist zuversichtlich: "Wir hoffen, eine Lösung zu finden, dass er beides machen kann. Und wenn nicht, gehen wir davon aus, dass er bei uns bleibt."

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