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Nationalspieler Steffen Hamann möchte sein Team in die Top 16 führen © getty

Mit einem Heimsieg kann ALBA erstmals nach neun Jahren in die Top 16 der Europaliga vorstoßen. Spielmacher Hamann weiß auch wie.

Von Dustin Werk

München - ALBA Berlin hat ein großes Ziel in Reichweite: Der Deutsche Meister kann durch einen Heimsieg (Do., 20.15 Uhr LIVESCORES) gegen Olimpija Ljubljana den ersten Einzug in die Top 16 der Europaliga seit neun Jahren schaffen.

Vor Allem die Kulisse ist der große Trumpf der "Albatrosse": 14.800 Fans werden ihrer Mannschaft in der O2 World den Rücken stärken.

"Wenn da 15.000 Leute hinter einem stehen, macht das schon viel wett und ist ein Vorteil für uns. Als Gegner lässt man sich von solch einer Kulisse beeindrucken", sagt ALBA-Spielmacher Steffen Hamann zu Sport1.de.

Die Rahmenbedingungen für ein Europa-Festival sind also gegeben. Jetzt muss nur noch ein Sieg her und der Einzug in die K.o.-Phase wäre perfekt.

Sogar Platz drei drin

Auch wenn die Slowenen bereits ausgeschieden sind, erwartet Hamann kein leichtes Spiel:" Wenn man befreit aufspielen kann, macht man meist die besten Spiele. Man darf sie also auf gar keinen Fall unterschätzen. Schließlich haben sie die meisten Spiele nur knapp verloren."

Während die Berliner bei einem Sieg unter Umständen sogar noch Gruppendritter werden können, ist das Erreichen der Achtelfinals auch bei einer Niederlage möglich, sollte Joventut Badalona sein abschließendes Spiel beim Gruppensieger Tau Vitoria verlieren.

Die Statistik jedenfalls spricht für die Berliner und sieht den Vorteil dabei ganz klar auf ihrer Seite.

In der Europaliga sind die "Albatrosse" zu Hause eine Macht. Einzig gegen den Topfavoriten Tau Vitoria setzte es eine knappe Heimniederlage.

Neuer Coach, genesener Schütze

Bleibt Alba weiter so stark, wird es auch diesmal für die Slowenen nichts zu holen geben. Diese verloren jedes ihrer Auswärtsspiele in Europa, allerdings "in Istanbul und Rom erst nach Verlängerung", warnt Berlins Trainer Luka Pavicevic.

"Unter ihrem neuen Coach Jure Zdovc und mit dem genesenen Marko Milic werden sie alles tun, um nach einer unglücklichen ersten Saisonhälfte einen Neuanfang zu schaffen", fügte Pavicevic an.

ALBA war auch das einzige Team, das in Ljubljana nicht gewinnen konnte (69:77). In dieser Partie war der gehörlose Miha Zupan der Matchwinner. Er schenke Alba 19 Punkte und traf vier seiner sieben Dreier.

Genau da liegt auch der Schlüssel zum Sieg. "Die Slowenen sind sehr gefährlich von Außen. Da dürfen wir sie nicht ins Spiel kommen lassen. Denn deswegen haben wir auch das Hinspiel verloren", weiß der deutsche Nationalspieler.

Ein NBA-erfahrener Zugang

Für ALBA gilt es auch den 2,20-m-Riesen Mirza Regic in die Schranken zu weisen. Nach dem Ausfall von Patrick Femerling herrscht ein Loch am Brett.

Nun muss Center Adam Chubb den Ausfall kompensieren und den zwölf Zentimeter größeren Regic Paroli bieten. Schließlich hat dieser gegen Istanbul starke 23 Punkte erzielt.

Vor allem aber die Guards um Hamann und Liga-MVP Julius Jenkins sind gefordert. Ljubljana verpflichtete vor kurzem den NBA-erfahrenen Junior Harrington, der bei Denver, New Orleans und Memphis spielte.

In den Fußstapfen Bambergs

Vor allem Jenkins, der nach einer langwierigen Knöchelverletzung seit drei Spielen wieder im Team ist, muss wieder in Form kommen.

Nach zuletzt durchwachsenen Spielen in der Bundesliga wäre jetzt der beste Zeitpunkt sich endgültig zurück zu melden.

Der Held des Spiels beim Sieg in Badalona Immanuel McElroy spielt derzeit groß auf und ermöglichte mit seinen 26 Punkten gegen die Spanier überhaupt erst diese große Chance, unter die letzten 16 in Europa zu kommen.

Das gelang in diesem Wettbewerb außer den Berlinern (2000) bislang nur den Brose Baskets Bamberg (2006) als deutschem Vertreter.

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