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Die Brose Baskets Bamberg gewannen 2005 und 2007 den Meistertitel © getty

Für den Bundestrainer ist sein Ex-Klub der Geheimfavorit auf den Titel, für Liga-Krösus ALBA Berlin zählt nur die Meisterschaft.

München - Im Playoff-Viertelfinale nach dem Modus "best of five" stehen sich der Hauptrunden-Zweite MEG Göttingen und der Siebte Brose Baskets Bamberg gegenüber, den Bundestrainer Dirk Bauermann 2005 und 2007 zum Titel führte (DATENCENTER: Die Bundesliga).

"Mein ehemaliger Klub kann für eine Überraschung sorgen. Die Mannschaft hat sich zuletzt gefunden."

Topkandidat auf den Titel ist für Bauermann allerdings ein anderes Team: "Für mich ist jedoch ALBA Berlin der große Favorit, sie haben den stärksten Kader. Man braucht eine hohe Qualität von der Bank, und die hat keiner so wie Berlin", sagt der DBB-Coach, der "insgesamt äußerst spannende Playoffs" erwartet.

ALBA: Titel ist Pflicht

Für Liga-Krösus ALBA zählt nur die deutsche Meisterschaft. Vor seiner insgesamt 19. Playoff-Teilnahme lässt der Pokalsieger und Titelverteidiger mit dem höchsten Etat in der BBL an seinen Ambitionen keine Zweifel.

"Nur so schaffen wir den Sprung in die Euroleague", sagte der Sportlicher Leiter Henning Harnisch vor dem Endrunden-Start am Sonntag (ab 17 Uhr LIVESCORES) gegen die Paderborn Baskets.

Hauptrunde und Playoffs "sind zwei komplett verschiedene Wettbewerbe", sagt Berlins Trainer Luka Pavicevic.

Pavicevic warnt vor Paderborn

Seine Mannschaft sicherte sich nach einer anstrengenden Saison mit dem Sprung in die Top 16 der Euroleague erst auf den letzten Metern die Pole Position in der Bundesliga und damit das Heimrecht für ein eventuelles fünftes Spiel bis zum Finale (ALBA sichert sich im Herzschlagfinale die "Pole").

"Wir müssen extrem konzentriert bleiben", fordert Pavicevic.

Den Playoff-Debütanten Paderborn werde man sicherlich nicht unterschätzen. Dass ein Etat von rund acht Millionen Euro keine Siege garantiert, mussten die Berliner in der bisherigen Saison (acht Niederlagen) bereits erfahren. Außenseiter Paderborn ist zumindest hochmotiviert und will die "Albatrosse" ärgern.

Gardner zum MVP gewählt

Die EWE Baskets Oldenburg, die auf die Skyliners Frankfurt (So, ab 18 Uhr LIVESCORES) treffen, sehen die Berliner als größten Konkurrenten. "Frankfurt ist ein hochwertiger Gegner. In der Mannschaft steckt viel Erfahrung", warnt Oldenburgs Trainer Predrag Krunic.

Das Spiel der Niedersachsen steht und fällt mit der Form von Aufbauspieler James Gardner, der zum wertvollsten Spieler (MVP) der Bundesliga gewählt wurde.

Mit seinen vergleichsweise geringen finanziellen Möglichkeiten (Etat von 1,9 Millionen Euro) hat MEG Göttingen mit Platz zwei in der Hauptrunde fast schon das Optimum erreicht.

Mit ihrer aggressiven Verteidigung, mit der sie die Gegner stets auf dem gesamten Spielfeld unter Druck setzen, wollen die "Veilchen" auch in den Playoffs für Furore sorgen.

Bonn glaubt an Überraschung

Trainer John Patrick ist von seiner Mannschaft überzeugt. Selbstbewusst verkündete der Coach: "Unser Ziel ist der Titel."

Berechtigte Hoffnung machen sich auch die Telekom Baskets Bonn vor ihren ersten Duell mit ratiopharm Ulm (So, ab 17 Uhr LIVESCORES).

"Ulm ist sehr heimstark. Deshalb sind wir froh, mit dem Heimvorteil in diese Serie zu gehen", sagt Baskets-Coach Michael Koch.

Seine Mannschaft um Spielmacher Earl Jerrod Rowland gilt als besonders athletisch und physisch stark. "Die Playoffs werden ein offenes Rennen, in dem auch wir für eine dicke Überraschung sorgen können", glaubt der Europameister von 1993.

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