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Aleksandar Nadjfeji versucht sich gegen zwei Paderborner durchzusetzen © imago

Der Titelverteidiger ALBA Berin verliert verdient gegen die Paderborn Baskets und steht nun in Spiel drei gewaltig unter Druck.

München - Titelverteidiger ALBA Berlin hat sich in der "Maspernhölle" die Finger verbrannt.

Nach der verdienten 68:71-Niederlage im Playoff-Viertelfinale bei den Paderborn Baskets (Spielbericht: ALBA kassiert Pleite in Paderborn) und dem 1:1-Ausgleich in der "best of five-Serie" steht der Deutsche Meister am Sonntag (ab 17 Uhr LIVESCORES) schon gewaltig unter Druck.

Die Berliner benötigen im dritten Spiel (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs) in der Arena am Ostbahnhof unbedingt einen Sieg, um Erinnerungen an 2007 gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Damals scheiterten die "Albatrosse" als Vorrundenprimus am Achten Artland Dragons Quakenbrück.

"Wir müssen mehr tun"

"Wir gucken nicht zurück und schauen nur auf Sonntag. Paderborn soll ruhig in unsere Halle mit über 10.000 Zuschauern kommen. Da werden wir gewinnen", sagte ALBAs Sportdirektor Henning Harnisch.

Der Europameister von 1993 erwartet nach dem schwachen Auftritt vor 3048 Zuschauern in der ausverkauften Maspernhalle eine deutliche Leistungssteigerung.

"Für den Sieg müssen wir mehr tun. In Paderborn waren wir vom Offensiv-Rhythmus nie im Spiel. Dazu war unser Wurf nicht da", meinte Harnisch.

Verdiente Niederlage

ALBA hatte im zweiten Spiel große Probleme mit dem Vorrunden-Achten.

Auch wenn die Gäste am Ende noch einmal ausgleichen konnten, wurde die letztlich verdiente Niederlage sechs Sekunden vor dem Ende durch einen Dreier von Paderborns Lavelle Felton besiegelt.

"Insgesamt waren wir immer etwas langsamer und haben zu viele offene Würfe vergeben", sagte ALBA-Trainer Luka Pavicevic mit bitterer Miene.

Spradley überglücklich

Groß war dagegen die Freude bei Baskets-Coach Douglas Spradley:

"Phasenweise haben wir sehr gut gespielt und waren schneller auf den Füßen. Jetzt freue ich mich auf Sonntag und auch, dass ich mindestens noch ein Spiel in Paderborn coachen darf", sagte Spradley, der nächste Saison den Absteiger Eisbären Bremerhaven trainieren wird.

Ebenfalls den 1:1-Ausgleich in ihren Serien hinnehmen mussten unterdessen der Vorrunden-Zweite MEG Göttingen und der Dritte EWE Baskets Oldenburg - ein Indiz, dass die BBL ausgeglichen wie nie zuvor ist.

Bamberg gleicht gegen MEG aus

Göttingen unterlag beim zweimaligen Meister Brose Baskets Bamberg 69:76, Oldenburg verlor bei den Skyliners Frankfurt 77:79 (Stenogramme der Viertelfinals).

Einzig Vizemeister Telekom Baskets Bonn widerlegte den Trend und steht nach dem 71:69-Erfolg bei ratiopharm Ulm sowie der 2:0-Führung in der Serie schon mit einem Bein im Halbfinale.

"Mir ist es lieber so knapp gewonnen zu haben, denn mit einem deutlichen Vorsprung zu gewinnen, hinterlässt immer ein Gefühl der trügerischen Sicherheit bei den Spielern", sagte Bonns Trainer Michael Koch, dessen Team am Sonntag mit einem Sieg den Einzug in die nächste Runde perfekt machen kann.

Bessere Dreierquote macht den Unterschied

Davon noch zwei Siege entfernt ist der Überraschungs-Zweite Göttingen.

"Bamberg hatte die deutliche bessere Dreier-Quote, und bei uns hat es in der Offensive am Mannschaftsspiel gefehlt. Jetzt müssen wir in Spiel drei wieder die richtigen Entscheidungen treffen", meinte MEG-Coach John Patrick.

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