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Kein Durchkommen für ALBA: Nathan Peavy und Paderborn gewinnen Spiel 4 © imago

In Berlin kommen nach der Pleite gegen Paderborn böse Erinnerungen hoch. Trainer Pavicevic kritisiert fehlenden Respekt.

Paderborn - Hochmut kommt auch für die "Albatrosse" vor dem Fall.

Die Basketball-Profis von Alba Berlin ließen im vierten Spiel des Play-off-Viertelfinals gegen Außenseiter Paderborn Baskets phasenweise jegliche Einstellung vermissen.

Nun drohen dem Titelverteidiger am Donnerstag (ab 20 Uhr LIVESCORES) der fatale Absturz und somit das Aus in der Qualifikation für die Euroleague (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs).

"Nicht genügend Respekt"

"Wir haben dem Gegner nicht genügend Respekt entgegengebracht", sagte Trainer Luka Pavicevic nach dem 80:85 (39: 44) und 2:2-Ausgleich der Ostwestfalen (ALBA muss nachsitzen) .

In Berlin werden inzwischen Erinnerungen an 2007 wach, als die "Albatrosse" bereits in der ersten Runde (0:3) an den Artland Dragons aus Quakenbrück kläglich scheiterten.

"Jetzt stehen wir vor einem Endspiel, in dem auch das Thema Kraft eine große Rolle spielen wird", meinte Albas Sportdirektor Henning Harnisch.

Aggressive Verteidigung

Er kritisierte besonders die Leistung im ersten Viertel (10:26), in dem sich Alba allein zehn Ballverluste gegen aggressiv verteidigende Paderborner leistete.

"Es ist immer schwer hier zu gewinnen, das wussten wir", sagte Pavicevic, nachdem seine Mannschaft bereits das zweite Spiel der Serie an gleicher Stätte 68: 71 verloren hatte.

Die "Albatrosse" sind gewarnt, denn auch die bisherigen beiden Heimspiele gegen den Tabellen-Achten der Hauptrunde (78:71 und 77: 67) waren kein Spaziergang.

21 Punkte von Peavy

"Jetzt fahren wir ohne Druck nach Berlin und wollen einfach nur Spaß haben. Am liebsten würden wir unsere ganze Halle in die Berliner Arena mitnehmen, unsere Fans waren wieder einmal sensationell", meinte Baskets-Coach Douglas Spradley vor seinem möglicherweise letzten Spiel auf der Paderborner Bank.

Danach wird er freiwillig ausscheiden und Olaf Stolz als sein Nachfolger vorgestellt.

3048 euphorische Fans in Paderborn genossen und feierten den zweiten Sieg bei der Play-off-Premiere ihres Klubs. Erfolgsgarant war Nathan Peavy mit 21 Punkten bei einer außergewöhnlichen Trefferquote von 100 Prozent. Bester Berliner Schütze war Julius Jenkins (19 Punkte).

Oldenburg gegen Bamberg

Die Telekom Baskets Bonn, die sich ihrer Aufgabe gegen ratiopharm Ulm (3:0) längst entledigten, warten folglich weiter auf ihren Halbfinal-Gegner.

Im Kampf um den Einzug ins Endspiel steht die zweite Begegnung fest: Die EWE Baskets Oldenburg treffen ab Sonntag auf die Brose Baskets Bamberg.

Der Vorrundendritte Oldenburg setzte sich bei den Frankfurt Skyliners 72:69 (36:32) durch und entschied damit die Serie mit 3:1 ebenso für sich wie Bamberg, das MEG Göttingen ausschaltete. Die Franken siegten im vierten Spiel deutlich 84:68 (38:39).

Enttäuschte Frankfurter

Oldenburgs Ricky Paulding (24 Punkte) war bester Werfer vor 4380 Zuschauern, Derrick Allen (18 Punkte) war beim Gastgeber am erfolgreichsten.

"Die Enttäuschung ist immens. Es ist ein bitteres Ende für uns", sagte Frankfurts Kapitän Pascal Roller.

Bamberg entschied das Spiel durch eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Predrag Suput (17 Punkte) war erfolgreichster Korbjäger der Franken, bester Werfer auf dem Parkett war mit 26 Punkten jedoch Göttingens Chris Oliver.

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