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Steffen Hamann (l.) spielt seit 2008 für ALBA Berlin © imago

Nach dem knappen Erfolg gegen Paderborn blickt ALBA Berlin nach vorne. Der Gegner im Playoff-Halbfinale ist heiß auf Revanche.

Berlin - Als Titelverteidiger ALBA Berlin die Blamage abgewendet und den Einzug ins Playoff-Halbfinale der Basketball Bundesliga perfekt gemacht hatte, war die Erleichterung bei Marco Baldi schnell verflogen.

Der ALBA-Geschäftsführer blickte schon wenige Minuten nach dem 66:58-Erfolg im entscheidenden fünften Viertelfinal-Spiel gegen Außenseiter Paderborn Baskets (SPIELBERICHT: ALBA zittert sich ins Halbfinale) auf die Halbfinal-Serie gegen Vizemeister Telekom Baskets Bonn (ab 17 Uhr LIVESCORES) und warnte das eigene Team.

"Wir dürfen jetzt unter keinen Umständen durchatmen. Bonn ist athletischer und schneller als Paderborn", sagte Baldi. "Wir haben jetzt auch den Nachteil, dass wir uns richtig verausgaben mussten", meinte der Berliner Manager nach dem kraftraubenden 3:2-Erfolg des Vorrundenprimus in der "Best-of-Five"-Serie gegen Paderborn.

ALBA trotzt dem Druck

Im Entscheidungsspiel am Donnerstagabend vor 10.809 Zuschauern war den Hausherren der Druck deutlich anzumerken, was sich in elf Ballverlusten der Berliner niederschlug.

Doch mit einem 10:0-Lauf im letzten Viertel konnte der Meister eine Wiederholung des frühen Play-off-Aus von 2007, als ALBA am Achten Artland Dragons Quakenbrück gescheitert war, gerade noch vermeiden. (Stenogramme der Viertelfinals)

"Wir hatten unsere Schwierigkeiten gegen Paderborn. Der gesamte Druck lag auf uns. Aber die Fans haben uns mit ihrer Unterstützung geholfen, dieses Alles-oder-Nichts-Spiel zu gewinnen", sagte Alba-Trainer Luka Pavicevic. "Wir haben jetzt kaum Zeit, uns auf das erste Halbfinale vorzubereiten. Da liegt der Vorteil klar auf der Gegenseite", meinte der Serbe.

"Haben das Maximale rausgeholt"

Paderborns scheidender Trainer Douglas Spradley war stolz auf sein Team: "Wir haben das Maximale rausgeholt. Es ist uns gelungen, ALBA das Leben so schwer wie möglich zu machen", sagte Spradley, der das finanziell angeschlagene Team verlässt und nächste Saison bei den Eisbären Bremerhaven an der Seitenlinie steht.

Die ausgeruhten Bonner, die seit knapp einer Woche auf ihren Gegner warten, sind heiß auf die Neufauflage der letztjährigen Finalserie um die deutsche Meisterschaft.

"Schade, dass es nicht erneut ein Endspiel ist, aber für mich ist ALBA auf jeden Fall der Wunschgegner", meinte Baskets-Center John Bowler, dessen Team sich zudem für die 44:69-Niederlage im Pokalfinale revanchieren möchte. "Das ist ein zusätzlicher Anreiz, es diesmal besser zu machen", meinte Bowler.

Oldenburg trifft auf Bamberg

Im zweiten BBL-Halbfinale trifft der Vorrunden-Dritte EWE Baskets Oldenburg auf die Brose Baskets Bamberg (Siebter). (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

Im Vorjahr setzten sich in diesem Duell die Norddeutschen im Viertelfinale 3:1 gegen den damaligen Titelverteidiger durch.

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