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Nach nur einer Bundesligasaison müssen die Giants zurück in die Zweite Liga © imago

Die Giants aus Nördlingen können den Etat für eine weitere Bundesliga-Saison nicht stemmen und gehen freiwillig eine Klasse tiefer.

Nördlingen - Während vier Teams noch um die Meiterschaft streiten (Mittwoch, ab 20.15 Uhr LIVESCORES), steht ein anderes Team vor dem Aus.

Die Giants Nördlingen ziehen sich aus finanziellen Gründen aus der Basketball Bundesliga zurück.

Als Begründung gab der Klub an, den geplanten Etat für die kommende Saison mangels Sponsorengelder nicht zu erreichen.

"Mit dem vorzeitigen Rückzug ist allen Beteiligten geholfen. Die BBL kann planen, und unsere Anhänger wissen Bescheid", sagte Manager Jürgen Kohl.

Ein Hauptsponsor fehlt

Da der Klub in seinen Strukturen weitgehend ehrenamtlich organisiert war, wollten die Nördlinger ihr Budget erweitern und weitere hauptamtliche Mitarbeiter einstellen. Doch zuletzt scheiterten die Gespräche mit einem potenziellen Haupt- und Namenssponsor.

Dieser sah von einem Engagement ab, da "der Bereich Basketball derzeit zu wenig TV-/Bild- und Printmedienpräsenz zeigt".

Die Giants Nördlingen waren erst vor der noch laufenden Saison in die Bundesliga aufgestiegen. In der Abschlusstabelle belegten die Schwaben den 16. Platz und schafften damit den Klassenerhalt.

Giants nun in der ProA

"Wir haben in den letzten zehn Jahren mehr als unsere Ziele erreicht. Wir werden die Erfahrungen aus dieser Saison verarbeiten und gestärkt in die neue Spielzeit starten", sagte Giants-Manager Kohl.

Die Giants werden in der kommenden Saison wieder in der zweiten Liga (ProA) antreten. (DATENCENTER: Die BBL-Ergebnisse)

Von einer "respektablen Entscheidung" sprach unterdessen BBL-Geschäftsführer Jan Pommer: "Ich bedaure das schon, weil sie sportlich eine ordentliche Rolle gespielt haben, aber es ist so vernünftiger für alle Beteiligten.Dass sie wirtschaftlich immer auf dem absoluten Minimum rumkrebsen mussten, war für die Nördlinger sehr anstrengend", sagte Pommer.

Hoffnung für 46ers und Eisbären

Mit wievielen Vereinen die BBL in die neue Saison geht, steht noch nicht fest. Zunächst wolle man abwarten, wie es bei finanziell angeschlagenen Klubs wie den Köln 99ers und Paderborn Baskets weitergehe, und ob die Aufsteiger Mitteldeutscher BC und Phoenix Hagen die Lizenzauflagen erfüllen, sagte Pommer.

Als mögliche Nachrücker stehen die Absteiger Giessen 46ers und Eisbären Bremerhaven bereit. Eine Entscheidung soll bis Anfang Juli fallen.

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