vergrößernverkleinern
Auch in Spiel 2 werden Bonns Strasser (l.) und Hamann verbissen um jeden Ball kämpfen © imago

Die Berliner suchen in Spiel 2 der Halbfinals gegen Bonn ihren Rhythmus. Sie haben lange keine Playoff-Serie mehr gedreht.

Von Michael Spandern

München - Schon in Spiel 2 der Halbfinals gegen Vizemeister Bonn (ab 20.15 Uhr LIVESCORES) steht Titelfavorit ALBA Berlin mit dem Rücken zur Wand:

Sollte der Deutsche Meister nach der 71:73-Heimschlappe (ALBA beklagt "schwere Schlappe") auch im ausverkauften Telekom Dome verlieren, läge er in der Best-of-Five-Serie schier aussichtslos mit 0:2 zurück.

Nur Spielmacher Steffen Hamann spielt die Bedeutung der Partie herunter: "Selbst wenn wir verlieren sollten, haben wir noch alle Möglichkeiten", sagt der Nationalspieler der "Berliner Morgenpost".

Seit 2003 keine Playoff-Serie mehr gedreht

Dabei ist schon die aktuelle Lage eine, die ALBA seit sechs Jahren nicht bewältigt hat: Nach dem 3:2 in den Halbfinals 2003 gegen Braunschweig haben die Albatrosse keine Playoff-Serie mehr nach einem Rückstand gewonnen.

Und zudem kassierten die Hauptstädter in Bonn im Februar mit 66:80 die höchste Pleite der BBL-Saison. (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

Das Team von Luka Pavicevic tut sich schwer gegen die Defense der Magentafarbenen, die nach dem ersten Viertel das Blocken und Abrollen der Berliner aggressiver bekämpfte und prompt einen 35:16-Lauf landete.

"Den Rhythmus verloren"

In der Schlussminute war es allerdings der vierte Dreier von Vincent Yarbrough (bei seinem sechsten Versuch), der Bonn den ersten Playoff-Sieg in Berlin seit zwölf Jahren bescherte.

Die Würfe der Berliner hingegen "fallen nicht rein", klagt Hamann. "Das hat auch mit Rhythmus zu tun. Den haben wir verloren. Jetzt müssen wir über den Kampf, Kratzen und Beißen, alles tun, den Rhythmus wiederzufinden."

"ALBA kann besser spielen", weiß Yarbrough, "aber auch wir haben noch Luft nach oben." Es sei wichtig "nachzusetzen und mit noch mehr Energie ins Spiel zu gehen", erklärt der 28-Jährige.

Guards wackeln - bis auf Jenkins

Schließlich haben die Berliner den Bonner Ruf als ewiger Zweiter oft genug zementiert, zuletzt beim deutlichen Erfolg im Endspiel des BBL-Pokals.

Genau darauf spielt Hamann gerne an: "Die wichtigen Spiele der Saison haben wir alle gewonnen: die Badalona-Partie, die Pokalspiele, das sind alles Do-or-die-Spiele gewesen."

Dafür müssen vor allem die Guards eine Schippe drauflegen: Zwar kam Julius Jenkins als Topscorer von Spiel 1 auf 21 Punkte (Stenogramme der Halbfinals), doch die als Leistungsträger eingeplanten Hamann, Rashad Wright, Casey Jacobsen und Immanuel McElroy zusammen nur auf neun.

Zurück zur StartseiteZum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel