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Bonns Backup-Center Bowler kam auf sieben Punkte und zwei Rebounds in 18 Minuten © getty

Die Berliner wehren mit einer Betonabwehr Bonns ersten Matchball in den Halbfinals ab, obwohl ihr "Defensivminister" ausfällt.

Berlin - Titelverteidiger ALBA Berlin ist wieder im Rennen. Das Team von Trainer Luka Pavicevic verhinderte mit dem klaren 65:39 (28:22)-Heimsieg gegen die Telekom Baskets Bonn das drohende Aus im Playoff-Halbfinale der Bundesliga. (ALBA siegt mit dem Rücken zur Wand)

"Das Team lebt, wir atmen noch. Das war das richtige Zeichen", sagte Sportdirektor Henning Harnisch.

Jetzt wollen die Berliner im vierten Duell am Dienstag (21 Uhr) in Bonn in der "best-of-five"-Serie zum 2:2 ausgleichen und damit ein Entscheidungsspiel um den Finaleinzug am Donnerstag in Berlin erzwingen.

Muskelfaserriss bei McElroy

"Das wird ein Kampf auf Biegen und Brechen, da müssen wir uns wieder reinbeißen", meinte Berlins Geschäftsführer Marco Baldi. 106504(DIASHOW: Goldesel made in Germany)

Beim überzeugenden Heimsieg vor 13.729 Zuschauern boten die Berliner vor allem in der Verteidigung eine ganz starke Leistung und erstickte alle Offensivbemühungen der Gäste.

Pavicevic lobte vor allem den Kampfgeist seines Teams, das nach dem verletzungsbedingten Ausfall des erneut zum besten Verteidiger der Liga gewählten Immanuel McElroy (Muskelfaserriss am Bauch und Rückenprobleme) noch enger zusammenrückte. (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

Noch nie ein 0:2 gedreht

"Der Druck war sehr groß. Doch damit sind die Spieler sehr gut umgegangen", meinte der Serbe, dessen Mannschaft nun bei den Rheinländern erneut siegen muss: "Dies wird eine Riesenherausforderung, denn in der Halle von Bonn zu spielen, ist immer sehr schwer."

Zwar konnte Alba nach einem 0:2-Rückstand eine Playoff-Serie noch nie drehen, doch die Spieler sind optimistisch.

"Das war unsere bisher beste Mannschaftsleistung in den Playoffs. Jetzt wollen wir auch die nächsten beiden Spiele gewinnen", sagte Flügelspieler Casey Jacobsen, der gemeinsam mit Julius Jenkins mit jeweils zehn Punkten Berlins Topscorer war. (Stenogramme der Halbfinals)

"Wenn wir Dienstag erneut so spielen, dann schaffen wir es", meinte Nationalspieler Steffen Hamann.

"Zu sehr mit dem Kopf durch die Wand"

Die Bonner waren dagegen nach der ersten Niederlage in den diesjährigen Playoffs enttäuscht. "ALBA hat um einige Klassen besser verteidigt als wir. Wir wollten zu sehr mit dem Kopf durch die Wand", sagte Trainer Michael Koch.

Dennoch hat der Vizemeister zwei weitere Matchbälle, um den fünften Finaleinzug der Vereinsgeschichte perfekt zu machen.

"Wir werden uns schnell die Videoaufzeichnung vom Spiel anschauen und ALBAs Abwehrverhalten genau analysieren. Wir haben die Chance, zuhause die Serie zu gewinnen", meinte Koch.

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