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John Bowler (r.) war in Spiel drei mit 11 Punkten Bonns bester Scorer © imago

Die Telekom Baskets Bonn können mit einem Sieg in Spiel 4 gegen ALBA ins Finale einziehen. Dabei setzt das Team auf seine Fans.

Von Nikolai Kube

München - Die Telekom Baskets Bonn wollen am heutigen Abend (ab 21 Uhr LIVESCORES) alles klar machen.

Mit einem Sieg vor heimischem Publikum in Spiel vier der "Best-of-five"-Serie gegen den großen Favoriten ALBA Berlin können die Telekom Baskets ins Finale einziehen (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs).

Dort würden sie auf den bereits feststehenden Finalisten Oldenburg treffen. Die EWE Baskets hatten die Brose Baskets Bamberg im Halbfinale ausgeschaltet (Oldenburg zittert sich ins Finale).

Allerdings bleibt abzuwarten, ob Bonn die Pleite aus dem letzten Spiel wirklich verkraftet hat.

Koch ist optimistisch

Denn: Gleich mit 39:65 war das Team von Trainer Martin Koch in Spiel drei bei ALBA untergegangen. (ALBA erstickt Bonn und atmet auf)

Psychologisch lässt sich so was wohl nicht ganz einfach abschütteln. Kann Bonn die Blamage ausblenden?

Koch jedenfalls sieht die Situation relativ gelassen: "Es wäre vermessen gewesen, wenn wir gesagt hätten, wir schlagen Berlin 3:0. Unser Ziel war es ein Auswärtsspiel zu gewinnen. Und das haben wir geschafft."

Der 43-Jährige betont: "Die Höhe der Niederlage vom Sonntag spielt keine Rolle. Wir wollen jetzt zuhause alles klar machen."

Halle mit 6000 Zuschauern ausverkauft

Auf die Unterstützung der eigenen Fans kann Bonn ohnehin zählen.

Der "Telekom Dome" ist mit 6000 Zuschauern ausverkauft. Die Fans standen bis zu eineinhalb Stunden an, um die begehrten Tickets zu erwerben.

Innerhalb von zwei Stunden waren am Montagmorgen beispielsweise alle Stehplatz-Karten verkauft.

Auch EJ Rowland blickt optimistisch auf das Kräftemessen voraus: "Wir sind bereit."

Der Baskets-Spielmacher muss jedoch zugeben, dass die lange Saison durchaus ihre Spuren hinterlassen hat.

Coach Koch ist dennoch sicher: "Die Atmosphäre in der Halle wird helfen, letzte Kräfte frei zu setzen."

ALBA hat Blut geleckt

Eine anstrengende Saison hat auch ALBA hinter sich - und ein Ausscheiden im Halbfinale käme einem Debakel gleich.

Das wollen die "Albatrosse" mit aller Macht verhindern. Nach dem Sieg am Sonntag haben die Berliner nun jedoch wieder Blut geleckt.

Laut Philip Zwiener, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Leistungsträger Immanuel McElroy ins Team gerückt war, kommt die wirklich schwierige Aufgabe erst jetzt in Bonn.

"Da müssen wir zeigen, was wir draufhaben", so der Zwei-Meter-Riese. Zwiener trug seinen Teil dazu bei, dass ALBA den ersten Matchball der Telekom Baskets abwehren konnte.

Schlechte Bilanz in Bonn

Die Statistik spricht jedoch nicht gerade für Berlin.

Beide Auswärtsspiele in dieser Saison hat das Team von Coach Luka Pavicevic in Bonn verloren. Die 66:80-Niederlage am 8. Februar war sogar die höchste BBL-Saisonniederlage der "Albatrosse".

Auch in Spiel zwei der Serie zogen Jenkins und Co. im "Telekom Dome" mit 72:75 nach Verlängerung den Kürzeren (Die Stenogramme).

ALBA will alles versuchen, um die Serie doch noch auszugleichen und ein fünftes Spiel zu erzwingen. Das würde dann wieder in Berlin stattfinden.

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