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Julius Jenkins von ALBA Berlin ist mit 57 Punkten Top-Scorer der Playoffs © imago

Julius Jenkins spricht im Interview über den Halbfinal-Showdown gegen Bonn, den Schlüssel zum Sieg und Finalist Oldenburg.

Von Björn Seitner

München - Im Playoff-Halbfinale zwischen ALBA Berlin und den Telekom Baskets Bonn steht das "Endspiel ums Endspiel" an (ab 20.15 Uhr LIVESCORES).

Nach zwei knappen Niederlagen, davon eine in Berlin, hat ALBA die "Best-of-Five"-Serie noch gedreht und nun in der heimischen Arena vor 15.000 Zuschauern beste Chancen auf den Finaleinzug.

Auch Berlins Topscorer Julius Jenkins, mit 57 Punkten in den Playoffs klar bester Mann, erwartet nichts anderes als einen Sieg: "Es wird nicht leicht, aber wir können es schaffen. Wir haben ein Heimspiel, und in den Playoffs musst du ein Heimspiel gewinnen." (Die Stenogramme)

Der 28-jährige Amerikaner baut weiter auf die Defensive, die in Spiel drei und vier (Berlin wahrt Chance auf Titelverteidigung) "der Schlüssel zum Sieg" war, und weiß welchen Fehler sein Team nicht mehr begehen darf.

Im Interview spricht Julius Jenkins mit Sport1.de zudem über Finalist EWE Baskets Oldenburg und den womöglich entscheidenden Vorteil gegen Bonn.

Sport1.de: Sie sind derzeit einer der besten Werfer in Berlin. Sind Sie mit der Saison und den Playoffs bisher zufrieden?

Julius Jenkins: Ich bin glücklich, aber ich werde erst endgültig zufrieden sein, wenn wir die Meisterschaft holen. Wir haben es selbst in der Hand ins Finale einzuziehen, es hätte also schlechter laufen können. Wir müssen noch dieses eine Spiel bestehen, um ins Endspiel zu kommen.

Sport1.de: Das Halbfinale ist jetzt wieder ausgeglichen. Die ersten beiden Spiele haben Sie verloren. Woran haperte es konkret?

Jenkins: Ich glaube wir haben verloren, weil wir die Partie nicht zu Ende gebracht haben. Wir waren in beiden Spielen bis kurz vor Schluss vorne, haben den Sack aber nicht zu gemacht. Bonn konnte die entscheidenden Rebounds holen, das hat uns das Genick gebrochen.

Sport1.de: Glauben Sie die knappen Niederlagen waren ein psychisches Problem, oder hat am Ende einfach die Kraft gefehlt?

Jenkins: Es war weder ein psychisches, noch ein körperliches Problem. Bonn hat einfach alles für den Sieg getan, sie haben sich mehr reingehängt. Wir müssen in Spiel fünf vor allem einen Weg finden, die wichtigen Rebounds zu erobern.

Sport1.de: In den letzten beiden Partien hatte Berlin die Bonner Offensive anscheinend besser im Griff?

Jenkins: Unsere Defensive war in den letzten Spielen auf jeden Fall der Schlüssel zum Sieg. In Spiel drei hat Bonn ja nur 39 Punkte gemacht. (ALBA erstickt Bonn und atmet auf)

Sport1.de: Das Entscheidungsspiel (ALBA erwartet "Schlacht" ums Endpiel) wird am Donnerstag wieder in der O2-World stattfinden. 15.000 Zuschauer werden erwartet. Ist das ein großer Vorteil?

Jenkins: Wenn wir unsere Fans im Rücken haben ist das auf jeden Fall ein Vorteil für uns, und dann ist alles möglich. Ich freue mich darauf.

Sport1.de: Die Chancen stehen jetzt also ziemlich gut, die Finalspiele zu erreichen?

Jenkins: Definitiv. Es wird nicht leicht, aber wir können es schaffen. Wir haben ein Heimspiel und in den Playoffs muss man ein Heimspiel gewinnen. In Spiel eins haben wir schon zu Hause verloren, jetzt müssen wir unbedingt gewinnen. Wir sind hoch motiviert.

Sport1.de: Der mögliche Finalgegner steht mit Oldenburg bereits fest. Die Baskets sind im Halbfinale gegen Bamberg mit 3:0 durchmarschiert. Was halten Sie von ihrem letztjährigen Halbfinal-Gegner? (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

Jenkins: Oldenburg ist ein sehr gutes Team . Sie haben gute Spieler, die hervorragend zusammenspielen. Aber so weit denken wir noch nicht. Zuerst müssen wir das entscheidende Spiel gegen Bonn gewinnen.

Sport1.de: Das letzte Hauptrunden-Spiel gegen Oldenburg haben Sie mit 89:82 gewonnen. Wäre das im Finale wieder möglich?

Jenkins: Ich würde auf ALBA wetten. Aber es wäre ein offenes Finale, Oldenburg hat genau wie wir die Chance auf den Titel. Dennoch glaube ich immer an einen Sieg von uns.

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