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Julius Jenkins hat keine Chance gegen den Topscorer Winsome Frazier (r.) © imago

Mit einer souveränen Auswärtsleistung schlagen die Telekom Baskets Bonn den Titelverteidiger ALBA Berlin im entscheidenden Spiel fünf.

Berlin - Die Telekom Baskets Bonn haben die Aufholjagd von ALBA Berlin doch noch gestoppt und den Titelverteidiger schon im Halbfinale entthront.

Die Bonner setzten sich im entscheidenden fünften Spiel 82:71 (42:31) in Berlin durch und nahmen erfolgreich Revanche für die Final-Niederlage des Vorjahres.

Auch ALBA hat damit der Fluch des Titelverteidigers erwischt, denn seit 2003 hat kein deutscher Meister seinen Erfolg im folgenden Jahr wiederholt. In der "best-of-five"-Serie unterlagen die Berliner damit 2:3. (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

Die Grundlage für ihren Sieg legten die Bonner bereits vor der Pause, als die Gäste mit einer 17:2-Serie davon zogen.

Bester Werfer bei den Baskets, die zum fünften Mal ins Endspiel einzogen und sich im sechsten Play-off-Duell mit ALBA erstmals durchsetzen konnten, war Winsome Frazier mit 23 Punkten.

"Es war mehr drin"

"Es war psychologisch wichtig, dass es heute für beide Mannschaften um viel ging", sagte Bonns Trainer Michael Koch.

Wir wollten lange im Spiel bleiben, denn wir wussten, dass Berlin dann nervös wird. Es war spielentscheidend, dass wir zwischenzeitlich einen so großen Vorsprung hatten", so der Coach weiter.

"Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht, es war für uns mehr drin", meinte Berlins Kapitän Patrick Femerling, der nicht zum Einsatz kam.

Erster Finaleinzug für Oldenburg

Somit trifft der Vize-Meister im ersten Finale am Sonntag auswärts auf die EWE Baskets Oldenburg.

Der Hauptrunden-Dritte aus Niedersachsen hatte sich souverän in drei Spielen gegen die Brose Baskets Bamberg durchgesetzt und steht zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in der Endspielserie der BBL. (Die Stenogramme)

0:2-Rückstand zu hoch

Für den Pokalsieger aus Berlin ist dagegen der Traum von der neunten Meisterschaft und dem fünften Double-Gewinn geplatzt.

Die Hauptstädter warten somit weiter darauf, eine Play-off-Serie nach einem 0:2-Rückstand noch drehen zu können.

Zudem verpasste der Hauptrundenprimus, für den Rashad Wright (14 Punkte) am besten traf, mit dem Halbfinal-Aus die Qualifikation für die Euroleague.

Verteidigung der Schlüssel

Vor der deutschen Playoff-Rekordkulisse von 14.800 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof erwischten die Hausherren den besseren Start und zogen schnell auf 13:7 (7.) davon.

Doch im zweiten Viertel intensivierten die Bonner ihre Verteidigungsarbeit, trafen gleich fünf schwere Drei-Punkte-Würfe und legten einen 17: 2-Lauf zur 36:26-Führung (18.) hin.

Alba wirkte in dieser Phase nach der kräftraubenden Aufholjagd mit den zwei Siegen in den vergangenen beiden Spielen unkonzentriert.

Gute Wurfquote der Gäste

Nach der Halbzeitpause setzte sich das Bild fort: Berlin war bemüht, doch die Gäste trafen weiter hochprozentig aus der Distanz und vergrößerten ihren Vorsprung (55:35/24.).

Anschließend stemmte sich ALBA jedoch mit aller Macht gegen das drohende Aus und konterte mit einer 13:0-Serie.

Doch in der Schlussphase behielten die Bonner die Nerven und ließen sich den Erfolg nicht mehr nehmen.

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