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Oldenburgs Boumtje Boumtje (l. Ken Johnson) holte in den Finals bisher 21 Rebounds © imago

Spiel 3 der Finals: Bonn zittert vor Oldenburgs Dreiern, dafür kehrt ein Defensiv-Ass zurück. Doch es muss ein Risiko eingehen.

Von Michael Spandern

München - Aufatmen bei den Telekom Baskets Bonn: Ihr Shooting Guard Winsome Frazier kann in Spiel 3 der Finals gegen die EWE Baskets Oldenburg (ab 16.30 Uhr Uhr LIVESCORES) mitwirken.

Der defensivstarke Amerikaner hatte sich bei der Heimniederlage in Spiel 2 (Bonn ein Opfer des Hypes?) verletzt, und es drohte das Saisonaus von Frazier.

"Winsome leidet schon fast die gesamte Saison an einer chronischen Stressreaktion am linken Schienbeinknochen", erklärte Teamarzt Michael Volkmer.

Gefahr des Knochenbruchs

Am Donnerstag landete der 26-jährige Akteur so unglücklich auf dem linken Bein, dass sich die Verletzung verschlimmert habe, er hätte sich sogar den Knochen brechen können.

Die Schwellung hat sich vergrößert, noch immer hat Frazier heftige Schmerzen und muss wohl fitgesprizt werden. "Er wird wohl spielen", sagte Coach Mike Koch. "Wir sind guter Dinge, dass die Schmerzen bis Sonntag nachlassen." (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

Bei einer Untersuchung am Freitag sei aber festgestellt worden, dass das Schienbein stabil ist, versicherte Volkmer.

Zu viele Punkte kassiert

Koch dürfte froh sein, einen weiteren Mann zu haben, um den Backcourt der Oldenburger zu verteidigen.

In Spiel 2, als Oldenburg die Serie zum 1:1 ausglich, hätte sein Team zu weit von den Distanzschützen weggestanden. "Wir müssen ihre Dreier stoppen. Die haben uns am Donnerstag das Genick gebrochen", weiß auch Vincent Yarbrough. (STATISTIK. Die Stenogramme der Finals)

"Sie haben 79 Punkte gegen uns erzielt, so viele wie noch kein Team bisher in den Playoffs gegen uns. Deswegen müssen wir ihre Offensive im Zaum halten", fügte der Flügelspieler in der Zeitung "Express" an.

Heimvorteil gibt nicht den Ausschlag

Für Koch vor allem eine Frage des Einsatzes: "Mit 90 oder 95 Prozent Leistung geht es nicht. Wir müssen 100 Prozent geben über 40 Minuten", stellte der 43-Jährige klar.

Warum das vor heimischer Kulisse nicht gelang, kann er kaum erklären: "Da fehlte die letzte Konzentration. Ob es daran liegt, dass es kein alles entscheidendes Spiel war, kann ich nicht sagen." (Jonglage mit der langen Leine)

Einig ist Koch sich mit dem Oldenburger Coach Pedrag Krunic, dass der Heimvorteil in dieser Serie keiner sei. "Aber wir freuen uns trotzdem auf die super Atmosphäre", betonte der Bosnier.

Bowman allein nicht zu stoppen

Auch er sieht den Schlüssel zum Erfolg in der Defense - vor allem gegen Bonns Power Forward Brandon Bowman.

Der kam nach 26 Punkten in Spiel 1 (Bonn entführt den Heimvorteil) vier Tage später nur auf 14. "Wir haben kompakt gestanden", meint Krunic und deutet damit an, dass weder Milan Majstorovic noch Marko Scekic den beweglichen Bowman im Eins-gegen-Eins halten können.

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