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Backup-Spielmacher Johannes Strasser erzielte 15 Punkte - in weniger als 16 Minuten © getty

Dem "ewigen Vize" fehlt nur noch ein Sieg zum Titel: Ein Deutscher leitet in Spiel 3 der Finals gegen Oldenburg die Wende ein.

Von Michael Spandern

Die Telekom Baskets Bonn stehen kurz vor dem ersten Titelgewinn ihrer Klubgeschichte: Die Rheinländer behielten in Spiel 3 der Finals gegen die EWE Baskets Oldenburg wie in Spiel 1 (Bonn entführt Spiel eins) auswärts knapp die Oberhand.

Nach dem 81:78 (39:44)-Erfolg führt der "ewige Vize" in der Best-of-Five-Serie mit 2:1 und hat am Dienstag (ab 18.30 Uhr Uhr LIVESCORES) den ersten Matchball in eigener Halle. (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

Beste Werfer bei den Gästen waren John Bowler (19 Punkte) und E.J. Rowland (17), bei den "Donnervögeln" konnte Ricky Paulding trotz 27 Zählern die Schlappe nicht verhindern. Allerdings wurde der Small Forward Sekunden vor Schluss nur mit erheblichem Körperkontakt vom Ausgleich abgehalten.

13 Oldenburger Punkte in Folge

Die Oldenburger erzielten die ersten sechs Punkte der Partie und zogen, nachdem Vincent Yarbrough mit einem Dreier und Spielmacher Rowland geantwortet hatten, mit einem 13:0-Lauf auf 18:5 davon.

Erst jetzt legten die Gäste in der Defensive zu, und auch vorn lief es besser: Bowler verkürzte per Dreier auf 14:18 (9.).

Neben dem Center war Bankspieler Johannes Strasser der gefährlichste Mann in Magenta: Nach seinem Dreier zum 25:29 (15.) hatte er wie Bowler bereits zehn Zähler auf seinem Konto. (STATISTIK. Die Stenogramme der Finals)

Boumtje Boumtje macht dicht

Brandon Bowman, bisher auffälligster Spieler in den Finals, blieb dagegen lange blass und kassierte vier Minuten vor Ende der ersten Hälfte sein drittes Foul.

Oldenburg nutzte Bowmans Auswechslung zu einem 8:0-Zwischenspurt, vor allem Pauldings Dunking aus vollem Lauf und sein Dreier aus dem Dribbling zum 40:27 brachten das Publikum auf die Füße.

Doch auch defensiv wussten die Niedersachsen zu überzeugen; unter dem Korb hielt Ruben Boumtje Boumtje Bonns Große weitgehend in Schach.

Buzzer Beater zur Führung

Aber die Gäste kämpften sich erneut heran: Winsome Frazier, wegen einer Schienbein-Verletzung in Spiel 2 (Bonn ein Opfer des Hypes?) ausgeschieden, traf aus der Distanz zum 36:40.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Bonner sogar auf 45:48 heran, doch nach einer Auszeit legten Marko Scekic und Je'Kel Foster für Oldenburg zum 53:45 (25.) nach. Aber gerade Scekic verpasste einige klare Gelegenheiten, um den Abstand auf die Rheinländer zu vergrößern. Der Big Man verfehlte fünf von neun Würfen aus der Nahdistanz.

Die Bonner blieben durch einen Zweier von Bowman, der in der Luft unter dem Korb durchtauchte, und zwei Dreier von Yarbrough im Spiel. Mit der Sirene zum Ende des dritten Viertels traf der deutsche A-2-Nationalspieler Strasser zum 61:60 - der ersten Bonner Führung.

Gardner ohne Feldkorb

Strasser, der auf 15 Punkte kam, musste jedoch eine Minute später nach seinem dritten und vierten Foul erst mal auf die Bank. Auf der Gegenseite beging Foster frustriert ein Technisches Foul - Bonn nutzte die Freiwürfe zum 67:64.

Die Nervosität nahm auf beiden Seiten zu - ebenso die groben und versteckten Fouls. Nachdem sich der indisponierte Liga-MVP Jason Gardner (null Feldkörbe bei sieben Versuchen!) einen Ballverlust geleistet hatte, punktete Rowland im Gegenzug zum 74:69 (38.) - dem höchsten Bonner Vorsprung.

In der Schlussminute traf Bowler zunächst nur einen von zwei Freiwürfen - 78:75. Paulding glich mit einem Dreier in Bedrängnis aus. Zwölf Sekunden vor dem Ende versenkte Spielmacher Rowland einen Floater zur erneuten Gästeführung.

Paulding zog im Gegenzug zum Korb und bekam einen Schubser von Yarbrough in den Rücken. Der Foulpfiff blieb aus - und zu einem weiteren Wurf hatten die Oldenburger keine Chance mehr.

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