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Michael Koch (re. mit Brandon Kyle Bowman) wurde 1993 als Spieler Europameister © getty

Bonn-Trainer Koch sucht ein Rezept gegen den Heimfluch in den Playoffs. Der Gegner spricht von Pech und fehlendem Top-Level.

Oldenburg - Der Titel ist zum Greifen nah, nun müssen die Telekom Baskets Bonn nur noch den Heimfluch bannen, der auf der Playoff-Serie gegen die EWE Baskets Oldenburg liegt.

"Dafür muss ich wohl jetzt das richtige Rezept suchen", sagte Bonns Trainer Michael Koch nach dem 81:78 (39:44)-Sieg im dritten Finale der "best of five"-Serie bei den Niedersachsen. (Bonn schlägt wieder auswärts zu)

Dabei ahnt der 43-Jährige schon, wie seine Mannschaft den ersten Matchball am Dienstag (ab 18.30 Uhr Uhr LIVESCORES) verwandeln und den ersten deutschen Meistertitel überhaupt in die ehemalige Bundeshauptstadt holen kann. (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

"Das Publikum kann helfen, aber es gewinnt kein Spiel. Das muss raus aus den Köpfen meiner Spieler. Ich werde es versuchen, aber ich kann leider nicht versprechen, dass es klappt."

"Da war Pech dabei"

Bisher ist der Europameister von 1993 einmal an dieser psychologischen Herausforderung gescheitert, sein Oldenburger Kollege Predrag Krunic bereits zweimal.

In beiden Heimspielen ließen sich die Norddeutschen auf einer Woge der Begeisterung zu einer klaren Führung tragen, ehe sie in der Schlussphase schmerzhaft abstürzten. (Bonn entführt Spiel eins)

"Da war Pech dabei, aber uns hat auch jedesmal am Ende das Top-Level gefehlt", beklagte der Bosnier die enttäuschenden Spielverläufe.

Strasser legt Gardner lahm

Dass Außenseiter Oldenburg jetzt sportlich mit dem Rücken zur Wand steht, hat allerdings auch mit dem Formtief von Jason Gardner zu tun.

Der 1,78 m kleine Aufbauspieler kommt in den Finalpartien nicht wie gewohnt zur Geltung, statt seiner durchschnittlich 14 Punkte pro Spiel kam er am Sonntag gerade mal auf mickerige zwei Zähler und schlich enttäuscht aus der Halle.

Weitgehend lahmgelegt hatte ihn der Bonner Johannes Strasser, der selbst 15 Punkte erzielen konnte. (STATISTIK. Die Stenogramme der Finals)

Der Nationalspieler schien auch schon die Forderungen seines Coachs verinnerlicht zu haben, von einem vermeintlichen Heimvorteil wollte der 27-Jährige überhaupt nichts wissen:

"Wir wollen einfach das nächste Spiel gewinnen und Meister werden. Da ist es egal, ob wir zu Hause oder auswärts spielen."

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