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Rickey Paulding wurde 2004 an 54. Stelle von den Detroit Pistons gedraftet © imago

Der "ewige Vize" Bonn vergibt seinen ersten Matchball in eigener Halle. Nun kommt es am Donnerstag zum Showdown in Oldenburg.

Bonn - Die Telekom Baskets Bonn haben ihren Matchball zum Gewinn der deutschen Meisterschaft in eigener Halle vergeben.

Nach dem 66:82 (33:46) gegen die EWE Baskets Oldenburg und Gleichstand von 2:2-Siegen fällt die Entscheidung in der "best of five"-Serie des Playoff-Finales nunmehr am kommenden Donnerstag (ab 20.15 Uhr LIVESCORES) in Oldenburg.

In den bisherigen vier Duellen konnte keines der beiden Team seinen Heimvorteil nutzen. Auch die Bonner waren dem hohen Erwartungsdruck ihrer Fans einmal mehr nicht gewachsen. (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

"Meine Mannschaft war von ersten bis letzten Sekunde nicht auf dem Feld. Einziger Trost ist, dass wir noch einmal nach Oldenburg fahren können und noch eine Chance haben", sagte der Bonner Trainer Michael Koch: "Mit unserer Niederlage haben wir die Serie auf die Spitze gebracht."

Dagegen war Gästetrainer Predrag Krunic mehr als zufrieden mit der Leistung seines Teams: "Es war insgesamt ein gutes Spiel. Wir haben stark verteidigt und exzellent getroffen."

Bonn beginnt nervös

Den großen Coup bei ihrer fünften Finalteilnahme seit 1997 vor Augen, begannen die Rheinländer äußerst nervös und kamen erst nach vier Minuten zum ersten Korb.

Aufgrund einer schwachen Trefferquote beendeten die Gastgeber das erste Viertel mit einem 13:23-Rückstand. Die Oldenburger wirkten äußerst konzentriert, nahmen ihren Schwung mit in den zweiten Spielabschnitt und bauten ihren Vorsprung auf 14 Punkte (29:15) aus.

Während den Bonnern auch die einfachsten Körbe nicht gelingen wollten, nutzten die Gäste jede Abwehrlücke, um sich bis zur 15. Minute mit 37:21 abzusetzen.

Keine Konstanz bei Bonn

Danach besann sich die Mannschaft von Coach Koch zumindest auf ihre kämpferischen Tugenden, verpasste es trotz guter Ansätze dennoch, den Abstand zu verringern.

Wie schon in den Spielen zuvor, fehlten den Bonnern die nötige Konstanz in der Offensive (STATISTIK. Die Stenogramme der Finals).

Denn während die Oldenburger auch von der Drei-Punkte-Linie trafen, stand für die Bonner zur Halbzeit kein Treffer aus der Distanz in der Statistik.

Paulding und Foster überragen

Folglich mussten sie sich unter dem Korb jeden Punkt hart und kraftraubend erarbeiten. Die Gast-Mannschaft des ehemaligen Bonner Coaches Predrag Krunic präsentierte sich auch nach dem Wechsel wesentlich aggressiver. Die 51:33-Führung (22.) wirkte wie eine Vorentscheidung.

Bonn stemmte sich, angetrieben von Aufbauspieler E.J. Rowland, gegen die drohende Niederlage, doch die Gäste hatten stets eine passende Antwort parat und gingen mit einem komfortablen 12-Punkte-Vorsprung (65:53) in den letzten Spielanschnitt.

Bester Werfer bei Bonn war Rowland mit 20 Punkten, bei den Oldenburgern überragten Rickey Paulding (21) und Je'Kel Foster (20).

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