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Rickey Paulding (r.) war mit 20 Punkten bester Werfer für Oldenburg © getty

Die EWE Baskets Oldenburg feiern die erste deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Bonn bleibt wieder nur der "Vize"-Titel.

Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg feiern die erste deutsche Meisterschaft ihrer Vereinsgeschichte.

Das Team von Trainer Predrag Krunic endschied mit einem allerdings schwer erkämpften 71:70 (35:36) über die Telekom Baskets Bonn die "Best of Five"-Serie des Playoff-Finales mit dem dritten Sieg mit 3:2 für sich. (DATENCENTER: Die BBL-Playoffs)

Es war gleichzeitig der erste Heimerfolg in den insgesamt fünf spannenden Duellen mit den Bonnern, die nach ihrer fünften Finalteilnahme seit 1997 weiterhin auf den ersten Titelgewinn warten.

Lohn für starke Saison

Nach der Schlusssirene brachen in der mit 3148 Zuschauern ausverkauften Halle alle Dämme. Unter dem tosenden Applaus der begeisterten Fans übergab Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga (BBL), die Meistertrophäe.

Für die Oldenburger war es der Lohn für eine starke Saison mit dem ersten Einzug ins Finale. Nach ihrem bislang größten Erfolg stehen die Niedersachsen zugleich vor ihrer Premiere in der Euroleague.

Bonn mit besserem Auftakt

Die Bonner fanden im Oldenburger Hexenkessel wesentlich schneller ins Spiel. Anders als beim 66:82 in eigener Halle am vergangenen Dienstag (Oldenburg erzwingt Spiel fünf) hielten die Rheinländer die Begegnung mit aggressivem Offensivspiel von Beginn an offen und deuteten die angekündigte Trotzreaktion an.

Bis zur 10. Minute erspielten sich die Gäste sogar eine 18:12-Führung, bevor der Faden riss. Mit einem 10:0-Zwischenspurt drehten die Oldenburger das Ergebnis.

Keine Schwächen

Doch die Bonner ließen sich nicht beeindrucken.

Bei wechselnder Führung in einer besonders in der Defensive intensiv geführten Partie, offenbarte auch die Halbzeit-Statistik nicht zuletzt mit einer Wurfquote von jeweils 42 Prozent aus dem Feld auf beiden Seiten keinerlei eklatante Schwächen.

Acht-Punkte-Führung vor letztem Viertel

Auch nach dem Wechsel konnten die Bonner ihren Vorsprung verteidigen, vermochten sich jedoch nicht entscheidend abzusetzen. Mit dem 51:41 (27.) für die Rheinländer wurde im dritten Viertel jedoch die bis dahin deutlichste Führung der Begegnung registriert, weil vor allem die Oldenburger Distanzschützen wirkungslos blieben.

Mit einer Acht-Punkte-Führung und den Titelgewinn in greifbarer Nähe, ging Bonn in den letzten Spielabschnitt.

Oldenburg wehrt sich

Mit dem Mute der Verzweiflung wehrte sich Oldenburg gegen die drohende Niederlage und schaffte fünf Minuten vor Schluss sensationell den Ausgleich zum 62:62. Danach wechselte ständig die Führung, am Ende hatte Oldeburg das bessere Ende für sich. (STATISTIK. Die Stenogramme der Finals)

Bonn hatte in E.J. Rowland (20) und Patrick Flomo (18) seine herausragenden Schützen. Beste Werfer der Oldenburger waren Rickey Paulding (20) und Je'Kel Foster (18).

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