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Playmaker Felton (r.) erzielte in zwei BBL- Jahren 656 Punkte für Paderborn und Jena © imago

An einer Tankstelle streckt ein Unbekannter den letztjährigen Baskets-Spielmacher Lavelle Felton nieder - und entkommt.

München - Entsetzen in Wisconsin und Ostwestfalen: Wenige Wochen vor Saisonstart in der Basketball-Bundesliga ist Lavelle Felton auf brutale Weise ums Leben gekommen - kurz bevor er sich in Deutschland einen neuen Verein suchen wollte.

In seiner Heimatstadt Milwaukee wurde der letztjährige Spielmacher der Paderborn Baskets an einer Tankstelle niedergeschossen.

Ein Unbekannter schoss dem 29-jährigen Felton in der Nacht auf Mittwoch in den Kopf. Der Täter ist flüchtig. Das Motiv des Attentats auf den zweifachen Vater ist unklar.

"Unglaublich, was passiert ist"

"Sie haben weder sein Auto genommen noch ihn ausgeraubt. Es war einfach sinnlos", sagte Feltons Stiefvater Ken McLean dem "Milwaukee Journal Sentinel".

Die Familie des US-Amerikaners, der neben seiner Ehefrau einen fünfjährigen Stiefsohn, einen vierjährigen Sohn und eine zweijährige Tochter hinterlässt, ist fassungslos.

Nachdem Felton ins Froedtert Hospital im Bundesstaat Wisconsin eingeliefert wurde, sagte Thorsten Perlik, Geschäftsführer der Paderborner, der "Bild"-Zeitung: "Wir stehen alle unter Schock. Unglaublich, was passiert ist. Wir hoffen für ihn und seine Familie, dass sich sein Gesundheitszustand doch noch verbessert."

Doch am Freitag bestätigte Polizei-Sprecherin Anne E. Schwarz den Tod des 29-Jährigen.

Felton verbuchte in der abgelaufenen Saison durchschnittlich 10,6 Punkte und 2,4 Assists pro Partie bei den Ostwestfalen. Allerdings scheiterten die Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung des 1,93-Meter,Manns, der 2008 aus Jena an die Pader gewechselt war. (DATENCENTER: Der Bundesliga-Spielplan)

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