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So feiern die Fans die Meisterschaft der Berliner in der vergangenen Saison © imago

Die Berliner gelten für die am Samstag startende BBL-Saison als der Titelfavorit. Wer sind die schärfsten Konkurrenten?

Berlin/München - Den ersten Titel hat ALBA Berlin bereits unter Dach und Fach.

Doch der Gewinn des Champions-Cups gegen Pokalsieger Artland Dragons aus Quakenbrück soll nur der vielversprechende Start des Deutschen Meisters in eine erfolgreiche Zukunft sein.

Für die Konkurrenz und auch Bundestrainer Dirk Bauermann gehen die "Albatrosse" als haushoher Favorit in die 43. BBL-Saison, "denn sie haben den mit Abstand qualitativ stärksten Kader".

Die Berliner starten am Sonntag (17 Uhr) in ihrer neuen Heimat, einer 14.800 Zuschauer fassenden hochmodernen Super-Arena in der Nähe des Ostbahnhofs, mit dem Heimspiel gegen die Dragons in die neue Spielzeit, an deren Ende die neunte Meisterschaft stehen soll.

Baldi bleibt skeptisch

Manager Marco Baldi bleibt skeptisch: "Seit 2003 konnte kein Verein seinen Titel mehr erfolgreich verteidigen. Die Gegner werden gegen uns mit Schaum vor dem Mund auflaufen. Jede Mannschaft ist im Stande, uns zu schlagen. Ob es allerdings dreimal in fünf Play-off-Spielen gelingen wird, bleibt abzuwarten."

Mit allein sieben Neuzugängen, darunter Nationalspieler Steffen Hamann sowie Ex-NBA-Profi Casey Jacobsen (Memphis Grizzlies) oder die Amerikaner Ansu Sesay und Rashad Wright, hat ALBA aufgerüstet, um auch in der starken Euroleague bestehen zu können.

"Wir werden versuchen, was möglich ist. Ziel ist es jedoch, das Potenzial der neuen Arena Stück für Stück zu erschließen. Und wenn das gelingt, dann könnte das einen Schub für den gesamten Basketball bedeuten", ergänzte Baldi.

Begeisterung auch in Bonn

Angesichts der Visionen in der Hauptstadt nehmen sich die mittelfristigen Ziele der restlichen 17 Klubs eher bescheiden aus, wenngleich auch die Telekom Baskets Bonn in ihrer neuen Halle für neue Begeisterung und Euphorie sorgen werden.

"Deshalb erwarte ich einen intensiven Kampf um die Play-off-Plätze, den Titel und gegen den Abstieg", sagte BBL-Boss Jan Pommer.

Zwar registrierte er eine starke Fluktuation in den Klubs, doch hätten "immerhin 30 Wechsel innerhalb der Bundesliga" stattgefunden und 13 Akteure seien aus der Pro A-Liga unter Vertrag genommen worden.

Klubs setzen auf Kontinuität

Überhaupt setzen die Klubs auf Kontinuität. Bonn verlängerte den Vertrag mit Coach Michael Koch gleich bis 2011, die Eisbären Bremerhaven mit Sarunas Sakalauskas (seit 2001 im Amt) bis 2010 und die EWE Baskets Oldenburg mit Predrag Krunic ebenfalls bis 2011.

In Bamberg trat Chris Fleming (einst acht Jahre bei den Artland Dragons) gleich für drei Jahre die Nachfolge von Erfolgscoach Bauermann an.

Dem deutschen Nachwuchs eine Chance, Talente sichten und fördern haben sich die Verantwortlichen auf die Fahne geschrieben. In Kooperation mit dem Deutschen Basketball Bund (DBB) soll sich der Einsatz einheimischer U-24-Spieler auch finanziell für die Klubs lohnen.

Nördlingen einziger Aufsteiger

Im Schatten der finanzstarken Titelaspiranten ALBA Berlin, Bonn oder Bamberg wird etwa ein halbes Dutzend Klubs um den Einzug in die Playoffs kämpfen - Überraschungen nicht ausgeschlossen.

Für den einzigen Aufsteiger und gleichzeitigen Liga-Neuling, die Giants Nördlingen, dürfte es nur um den Klassenerhalt gehen.

Was machen die Düsseldorfer Giants?

Mit Spannung werden die BBL-Bosse auch die Entwicklung der Giants in Düsseldorf, der neuen Heimat des einstigen Rekordmeisters Bayer Giants Leverkusen, beobachten.

Die treffen zum Auftakt am Samstag auf Ex-Meister Köln 99ers, der nach einer wirtschaftlich turbulenten Saison in der selbsternannten Sportstadt noch immer keinen Trikotsponsor gefunden hat - und verstärkt auf eigenen Nachwuchs setzt.

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