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Die jungen deutschen Spieler wie Tibor Pleiß (l.) sollen mehr Spielzeit erhalten © imago

Die 18 Klubs einigen sich auf eine neue Reglung, die fünf Deutsche pro Mannschaft vorschreibt. 2012 wird dies noch gesteigert.

Oldenburg - Ab der Saison 2010/2011 müssen bei einem Spiel der Basketball-Bundesliga (BBL) mindestens fünf von 12 Akteuren auf einem Spielberichtsbogen einen deutschen Pass besitzen (DATENCENTER: Der BBL-Spielplan).

Darauf einigten sich die 18 Vereinsvertreter bei ihrer Jahreshauptversammlung in Oldenburg und erhöhten die ursprünglich für die kommende Spielzeit beschlossene Quote um einen weiteren deutschen Spieler.

Ab der Saison 2012/2013 steigert sich die "Deutsch-Quote" auf sechs Akteure.

Perspektive für deutsche Youngster

"Diese auch in Spanien, Italien oder Frankreich in ähnlicher Form praktizierte Regelung erscheint aus unserer Sicht am sinnvollsten, um Spielzeit für einheimische Spieler zu gewährleisten und schrittweise zu steigern", sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer:

"Wichtig ist uns auch, dass wir mit einer solchen Regelung jungen deutschen Spieler eine deutliche Perspektive bieten, den Weg als Profisportler einzuschlagen."

Klubs haben weiterhin Entscheidungsspielraum

An der Diskussion um die Quotenregelung nahm auch Bundestrainer Dirk Bauermann teil, der unter anderem im Sinne der Nationalmannschaft schon seit Jahren vehement mehr Einsatzzeiten für deutsche Spieler einfordert.

Mit diesem Beschluss, so Pommer weiter, schaffe man einerseits eine 6+6-Regelung, andererseits lasse dies den Vereinen Entscheidungs- und Handlungsspielraum.

Keine Mehrheit für 4+1-Regel

Gewährleistet sei damit in jedem Fall, dass der prozentuale Anteil der Deutschen innerhalb einer Mannschaft pro Partie immer zwischen 40 und 50 Prozent betrage und die Einsatzzeiten dadurch steigen werden, so der BBL-Boss weiter.

"Das vielfach diskutierte 4+1-Modell, wonach mindestens ein Deutscher zu jeder Zeit der Begegnung auf dem Parkett hätte stehen müssen, hat die Mehrheit der Vereinsvertreter nicht überzeugen können. Viele sahen darin einen elementaren Eingriff ins Spiel", sagte BBL-Präsident Thomas Braumann.

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