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Robert Garrett gewann mit Bamberg 2007 die Deutsche Meisterschaft © getty

Die BBL ist in die neue Saison gestartet. Bei Sport1.de spricht Nationalspieler Robert Garrett über die Erwartungen in Bamberg.

Von Rainer Nachtwey

München - Das Olympische Basketballturnier von Peking ist vor vier Wochen erst zu Ende gegangen.

Doch die BBL ist bereits in eine neue Saison gestartet. Für die Olympiateilnehmer und die Trainer der 18 Mannschaften ist es ein schwieriger Spagat, das richtige Maß an Regeneration und Vorbereitung zu finden.

Bei den Brose Baskets Bamberg, die ihr Auftaktmatch erst am Mittwoch mit dem Heimspiel gegen ratiopharm Ulm bestreiten, hat sich Vieles verändert.

Neue Gesichter in Bamberg

Nicht nur hat Chris Fleming Dirk Bauermann als Trainer abgelöst, mit acht Neuzugängen - darunter Center Alexander Johnson von den Miami Heat und Filiberto Rivera von den Artland Dragons - wurde die Mannschaft komplett umgekrempelt.

"Wir müssen erst einmal als Team zusammenfinden", sagt Robert Garrett im Gespräch mit Sport1.de und warnt vor allzu großen Erwartungen zu Saisonbeginn.

Am Rande des Testspiels gegen den ProA-Ligisten FC Bayern München, das Bamberg mit 62:66 verlor, sprach Sport1.de mit dem Nationalspieler über die Vorbereitung und die Neuzugänge bei den Brose Baskets.

Sport1: Hatten Sie nach den Olympischen Spielen ausreichend Zeit, sich zu regenerieren?

Robert Garrett: Nein, wir hatten kaum Pause. Kaum waren wir aus Peking gelandet, sind wir auch schon ins Trainingslager gefahren. Der Coach hat uns Olympia-Teilnehmern zwar fünf Tage freigegeben, aber dann ging es auch schon gleich weiter. So ist das halt.

Sport1: Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Vorbereitung?

Garrett: Gar nicht. Wir konnten uns noch nicht wirklich vorbereiten. Wir haben kaum zusammengespielt. Es fehlt immer noch ein Point Guard, der verletzt ist (John Goldsberry, Anm. d. Red.). Es läuft einfach noch nicht rund. Wir haben noch Einiges, woran wir arbeiten müssen, vor allem an der Feinabstimmung. Bis zum Spiel gegen Ulm wird es eng.

Sport1: Wie sind ihre Aussichten für den Saisonstart?

Garrett: Da kann ich noch nichts zu sagen. Wir müssen erst einmal als Team zusammenfinden. Es ist schwer einzuschätzen, weil fast das komplette Team ausgetauscht wurde. Wir brauchen noch ein paar Spiele und Trainingseinheiten, damit jeder weiß, was der andere macht, wie er reagiert.

Sport1: Auf der Schlüsselposition Aufbau hat sich bei Bamberg einiges getan. Steffen Hamann hat den Verein Richtung Berlin verlassen, dafür kam Filiberto Rivera aus Quakenbrück. Wie klappt das Zusammenspiel mit dem neuen Point Guard?

Garrett: Fili ist jetzt erst eine Woche hier. Wir haben erst drei Spiele zusammengespielt. Die Spielzüge klappen noch nicht so, aber das wäre auch zu viel erwartet, wenn jetzt schon alles passen würde. Dennoch dürfen wir so gegen München nicht verlieren.

Sport1: Mit Alexander Johnson ist ein NBA-erfahrener Spieler verpflichtet worden. Wie sehr können Sie von seiner Erfahrung profitieren?

Garrett: Das ist schwierig zu sagen, weil er sich erst einmal in der BBL zu Recht finden muss. Aber er ist sicherlich eine große Verstärkung, weil wir unter dem Korb dünn besetzt sind, und er uns gerade im Hinblick auf die Rebounds weiterhelfen wird. Aber da sind nicht nur die langen Leute gefordert, sondern auch die kleinen. Er wird uns mit seiner Erfahrung und seiner Physis auf jeden Fall weiterbringen.

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