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Der Amerikaner Adam Chubb (M.) geht seit 2008 für die Berliner auf Korbjagd © imago

Die "Albatrosse" wollen endlich wieder in Bonn punkten und sich für das Playoff-Aus in der vergangenen Saison rächen.

Von Christoph Haas und Matthias Fiedler

Spitzenbegegnung am siebten Spieltag der Basketball-Bundesliga: Die Telekom Baskets empfangen im heimischen Telekom Dome Pokalsieger ALBA Berlin (ab 19 Uhr LIVE im DSF).

Das Traditionsduell dürfte die Emotionen nicht nur bei den Fans wieder hochkochen lassen, denn ALBA will Revanche:

Während die Berliner um Nationalspieler Steffen Hamann die Rheinländer im diesjährigen Pokalfinale mit 69:44 besiegten, behielt Bonn gegen den achtmaligen Deutschen Meister im Playoff-Halbfinale der vergangenen Saison überraschend die Oberhand.

Obwohl zurzeit nur Tabellen-Siebter, will es der Vizemeister in dieser Saison nun besser machen und seinen Ruf als ewiger Zweiter ablegen. Bei den Hauptstädtern dürfte hingegen der Stachel des frühen Ausscheidens gegen die Rheinländer noch tief sitzen.

Feindbild Ensminger

Unter den Körben erwarten die Hauptstädter deshalb ein hitziges Duell. Denn Chris Ensminger, im letzten Jahr noch bei Paderborn unter Vertrag, ist das Feindbild Nummer eins bei den ALBA-Fans und spielt jetzt am Rhein.

In der Liga ist Ensminger für seine harte und manchmal unsaubere Spielweise bekannt. Nun will der 35-Jährige den Albatrossen die Revanche für das Aus im vergangenen Playoff-Halbfinale vermasseln.

"Ich spiele hart und aggressiv, aber nicht dreckig", sagte Ensminger der "B.Z". unschuldig.

Berlins Center Adam Chubb ist gewarnt und weiß, was auf ihn zukommt: "Chris spielt clever und sehr physisch. Es ist eine Herausforderung, gegen ihn zu spielen."

Mäßiger Saisonstart

Die bisherige Saison lief für die Berliner alles andere als rund. Neben der verpassten Euroleague-Qualifikation konnte der Serienmeister in den ersten beiden Partien gegen Giessen und Oldenburg nicht überzeugen und siegte jeweils nur knapp.

Nachdem es in Tübingen eine bittere Niederlage hagelte, wurde die Kritik an ALBA-Headcoach Luka Pavicevic lauter.

Wieder in der Spur

Beim letzten Auftritt gegen Ulm überzeugten die "Albatrosse" mit einer verbesserten Mannschaftsleistung und siegten deutlich mit 78:56.

Diesen Aufschwung will die Pavicevic-Truppe nun mit in die Partie gegen die "Magenta-Riesen" nehmen.

Dabei ruhen die Hoffnungen vor allem auf Topscorer Immanuel McElroy, Center Blagota Sekulic und Shootingguard Julius Jenkins.

Für einen Sieg wird es allerhöchste Zeit. Seit fünf Jahren hat Berlin keine Punkte mehr aus Bonn entführen können. Diese unrühmliche Serie soll nun endlich ein Ende haben.

Neuzugänge prägen Bonner Spiel

Aber die Telekom Baskets Bonn sind gut drauf. Am vergangenen Wochenende gaben sich die Koch-Schützlinge gegen Phönix Hagen und die Deutsche Bank Skyliners keine Blöße.

Die Investitionen in Neuzugänge scheinen sich auszuzahlen. Während ALBA Berlin mit Kenan Bajramovic vor der Saison nur einen Neuzugang verpflichtet hat, gab es bei den Telekom Baskets große Veränderungen.

Neben alteingesessenen Akteuren wie Johannes Strasser, Artur Kolodziejski, Alex King und seit 2008 Flügelspieler Vince Yarbrough finden sich in der Bonner Startaufstellung hingegen Neuzugänge wie Jared Jordan.

Mit Bryce Taylor läuft ein echter Scharfschütze auf, der in der letzten Saison für Montegranaro zu den besten Dreierschützen der italienischen Liga zählte.

Dazu kommt Tim Ohlbrecht, der im letzten Spiel gegen die Deutsche Bank Skyliners in 18 Minuten 20 Punkte markierte.

Baskets mit der Überraschung?

Die Bilanz im Vorfeld der 53. Auflage des Duells spricht für Berlin ? 32 Siegen stehen 20 Niederlagen gegenüber.

Aber vielleicht gelingt den Bonnern vor heimischem Publikum sogar die Überraschung.

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