vergrößernverkleinern
Steffen Hamann (M.) und ALBA Berlin liegen in der Tabelle nur auf Platz sieben © imago

Der Topfavorit verpatzt den Saisonstart. Nach dem 7. Spieltag und der Pleite bei Vizemeister Bonn sind die Schwächen offensichtlich.

Berlin - Zwei Niederlagen, eine unerklärliche Wurfschwäche, dazu angeschlagenes Selbstvertrauen: Mit-Favorit ALBA Berlin hat den Saisonstart in der Basketball-Bundesliga gründlich verpatzt und sucht etwas ratlos nach den Ursachen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle 7. Spieltag).

Die Albatrosse, die in dieser Saison wieder den Meistertitel anpeilen und auch auf internationalem Parkett eine gewichtige Rolle spielen wollen, sind sich derzeit selbst ein großes Rätsel.

"Ich bin froh, dass wir jetzt eine kleine Pause haben, damit wir regenerieren und nachdenken können", sagte Trainer Luka Pavicevic nach der 53:65-Niederlage bei Vizemeister Telekom Baskets Bonn (Die Stenogramme vom 7. Spieltag).

Miese Quote aus der Distanz

Statt der erhofften erfolgreichen Revanche für das Halbfinal-Aus der vergangenen Playoff-Saison gab es für die Berliner bereits die zweite Saisonpleite im fünften Spiel.

"Wir wurden für unsere schwache Distanz-Quote bestraft. Das ist ein Problem der gesamten Saison", sagte Spielmacher Steffen Hamann.

Gegen Bonn fanden nur zwei von 19 Würfen aus der Distanz ihr Ziel - eine katastrophale Bilanz, die auch schon in der Partie bei den Giessen 46ers (sieben von 30) zu beobachten war.

Kein Durchhaltevermögen

Doch das ist derzeit nicht ALBAs einziges Manko. Den Berlinern scheint regelmäßig in der Schlussphase der Spiele die Luft auszugehen. Gegen Bonn gab der am Ende hilflos wirkende Pokalsieger das letzte Viertel mit 8:20 Punkten ab.

Leistungsträger wie Julius Jenkins, Rashad Wright und Immanuel McElroy stehen angesichts mangelnder Alternativen sehr lange auf dem Parkett und wirken irgendwann müde.

Keine spektakulären Gegner

Ein weiterer Grund für die Krise ist das Aus in der Qualifikation zur Euroleague, das sichtbare Spuren hinterlassen hat. "Das hängt uns nach", sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi.

Im zweitklassigen Europacup warten in Asowmasch Mariupol (Ukraine), Galatasaray Istanbul (Türkei) und BT Teramo (Italien) weniger spektakuläre, aber dennoch schwere Gegner.

"Wir wollen in die zweite Runde kommen, dann sehen wir weiter", sagte Baldi und forderte: "Jetzt müssen wir uns erst einmal das Selbstvertrauen zurückholen. Das geht nur über harte Arbeit."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel