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Joshua Carter war mit 15 Punkten bester Werfer der EWE Baskets Oldenburg © getty

Baskets Oldenburg erteilen Trier eine Lehrstunde. Durch eine starke Defensivleistung erobert ALBA Berlin die Tabellenführung.

Trier - Mit einer Gala-Vorstellung hat der deutsche Meister EWE Baskets Oldenburg in der Basketball-Bundesliga seine Erfolgsserie fortgesetzt.

Das Team von Trainer Predrag Krunic deklassierte TBB Trier 81:48 (44:22) und feierte den dritten Sieg in Folge.

Die völlig indisponierten Gastgeber mussten dagegen nach drei Erfolgen in Serie wieder eine Niederlage hinnehmen.

Der Titelverteidiger hat bei zwei Niederlagen nun sieben Siege auf seinem Konto. Trier weist sechs Siege und vier Niederlagen auf. (DATENCENTER: BBL)

Beide Mannschaften haben damit 16 Punkte. Joshua Carter war mit 15 Punkten bester Werfer der Oldenburger, bei den Gästen traf Christopher Copeland (14) am besten.

ALBA mauert sich an die Spitze

Indes hat ALBA Berlin dank einer seit Wochen bärenstarken Verteidigung die Tabellenführung erobert.

Der Pokalsieger feierte mit dem 59:53 (34: 22) im Spitzenspiel der 11. Runde bei den Frankfurt Skyliners den fünften Sieg in Serie und ließ zum fünften Mal in Folge weniger als 65 Punkte des Gegners zu.

Der achtmalige deutsche Meister überholte mit nunmehr 18 Punkten den punktgleichen bisherigen Spitzenreiter Artland Dragons Quakenbrück, der sich eine 76:85 (34:34)-Niederlage bei den Giessen 46ers leistete.

"Verteidigung auf höchstem Niveau"

"In der Verteidigung stehen wir derzeit bombensicher. Der Gegner ist fast hilflos. In Deutschland verteidigen wir auf dem höchsten Niveau", sagte Berlins Nationalspieler Steffen Hamann, der in Frankfurt 10 Punkte erzielte und mit seinem großen Einsatz sinnbildlich für den Kampfgeist der "Albatrosse" stand.

"Mit so einer starken Verteidigung können wir auch schlechte Spiele in der Offensive ausbügeln", meinte Hamann.

Ein Leckerbissen für die Zuschauer war das umkämpfte Defensiv-Duell allerdings nicht.

Nicht schön, aber erfolgreich

"Das sieht in Frankfurt nicht immer schön aus, weil wir uns in der Verteidigung gegenseitig ausschalten. Aber es muss auch nicht schön sein, sondern erfolgreich, und das haben wir geschafft", sagte ALBA-Coach Luka Pavicevic.

Mit dem ersten Sieg in Frankfurt seit Dezember 2006 feierte Berlin zugleich eine gelungene Generalprobe für den Eurocup-Start am Dienstag gegen Banca Tercas Teramo.

Weder schön noch erfolgreich war dagegen der Auftritt des früheren Vizemeisters Quakenbrück in Gießen. Nach einer 28: 14-Führung im zweiten Viertel bauten die Niedersachsen stark ab.

Deutliche Worte in der Kabine

"Ich möchte mich bei unseren Fans entschuldigen. Es kann nicht sein, dass wir nur 13, 14 Minuten harten Basketball zeigen und dann glauben, uns auf unser Talent verlassen zu können", sagte Dragons-Coach Thorsten Leibenath und verriet, dass es "in der Kabine deutliche Worte gegeben" habe.

Im Verfolgerfeld setzte sich Vizemeister Telekom Baskets Bonn gegen die zuvor sechs Spiele in Folge ungeschlagene EnBW Ludwigsburg 74:59 (37:28) durch. Beide Teams haben nun wie Frankfurt 17 Punkte auf dem Konto.

Paderborn in der Krise

In einer Krise stecken derweil die Paderborn Baskets. Bei den Walter Tigers Tübingen kassierte das Schlusslicht mit 81:93 (40:46) schon die neunte Niederlage in Folge.

"Das tut natürlich sehr weh, dennoch müssen wir positiv denken und die kommenden Aufgaben mit der notwendigen Konzentration angehen", sagte Paderborns Trainer Olaf Stolz.

Die Phantoms Braunschweig kassierten mit dem 72:75 (42:41) bei ratiopharm Ulm ihre zweite Saisonniederlage. In weiteren Spielen unterlag der Mitteldeutsche BC der MEG Göttingen 71:95 (42:60), Phoenix Hagen bezwang den Tabellennachbarn Giants Düsseldorf mit 85: 77 (34:36).

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