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ALBA führt nach altem System die Tabelle vor Bonn und Göttingen an © imago

Nach der ersten Heimpleite wirft ALBAs Trainer seinen Spielern Lethargie vor. Göttingens Coach spricht von einem großen Sieg.

Berlin - Eigentlich sollten die Fans zu Weihnachten mit Siegen reichlich beschenkt werden, doch am Ende gab es für die Topteams der Bundesliga selber eine "schöne Bescherung":

Meister EWE Baskets Oldenburg kassierte am zweiten Weihnachtsfeiertag eine herbe 82:100 (36:42)-Niederlage bei ratiopharm Ulm. Pokalsieger ALBA Berlin musste beim 82:86 (39:42) gegen Außenseiter MEG Göttingen am 16. Spieltag sogar die erste Heimniederlage hinnehmen und verpasste damit die Tabellenführung. verpasst.(DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Bonn führt "schiefe" Tabelle an

"Vermutlich haben meine Spieler gedacht, dass sich das Spiel schon irgendwie zu unseren Gunsten drehen wird. Daher haben wir auch den Kampf unter den Brettern um die Rebounds verloren. Wir haben uns den Sieg im wahrsten Sinne des Wortes nicht gegriffen", sagte ALBAs Trainer Luka Pavicevic nach der insgesamt dritten Saisonniederlage.

Davon profitierten sowohl der Vizemeister Telekom Baskets Bonn als auch die Frankfurt Skyliners, die beide zwei Spiele mehr als Berlin und Oldenburg auf dem Konto haben.

Bonn gewann ohne Probleme gegen LTi Gießen 46ers 83:76 (37:26) und führt die "schiefe" Tabelle weiterhin an.

Frankfurt bezwang EnBW Ludwigsburg 68:64 (36: 32) und schob sich auf den zweiten Platz vor. (Stenogramme: 16. Spieltag)

Vorteile unter den Körben

Vor 10.452 Zuschauern in der Berliner Arena am Ostbahnhof hatten sich die Gäste besonders unter den Körben Vorteile (40:31 Rebounds) erkämpft. Zudem traf Spielmacher Taylor Rochestie in der Schlussphase bei wichtigen Dreiern und Freiwürfen. Am Ende kam der US-Amerikaner als bester Mann auf dem Parkett auf 23 Punkte.

"Der Schlüssel lag in meinen Augen beim Rebound und auch bei der Treffsicherheit von Rochestie am Schluss. Wer in dieser Arena gewinnen kann, der kann in jeder Sporthalle Europas siegen", sagte Göttingens Coach John Patrick.

Taylor stolz auf Team-Leistung

In Ulm war Patricks Amtskollege Mike Taylor mächtig stolz: "Das war das beste Weihnachten, das es ohne die eigene Familie geben kann.

Gegen eine so starke Mannschaft wie den deutschen Meister musst du als Team besonders gut zusammenspielen - das ist uns gelungen", meinte der strahlende Ulmer Trainer, nachdem sein Team den Oldenburgern die fünfte Niederlage beigebracht hatte.

"Wir haben es nicht richtig geschafft, in dieses Spiel zu kommen. Unsere Verteidigung war nicht so, wie sie sein sollte, und die 19 Ballverluste haben uns natürlich auch weh getan", sagte Baskets-Coach Predrag Krunic.

Beide Teams liegen mit jeweils 23 Punkten im Verfolgerfeld.

Paderborn wieder ganz unten

Im Tabellenkeller gab Phoenix Hagen (20 Punkte) die Rote Laterne nach dem fünften Saisonsieg mit 95:85 (47:32) gegen die Phantoms Braunschweig (23) wieder an die Paderborn Baskets (19) ab. Vor 2687 Zuschauern war Chase Griffin (25 Zähler) erfolgreichster Werfer für den Aufsteiger.

"Kompliment an mein Team. Das erste Viertel war das beste in dieser Saison. Da haben wir uns ein Polster geschaffen", sagte Hagens Trainer Ingo Freyer, dessen Mannschaft schon nach zehn Minuten 28:14 vorne lag.

Sieg für Mitteldeutscher BC

Einen Sieg feierte auch der Mitteldeutsche BC. Gegen TBB Trier siegten die Gastgeber 78:61 (35:30) und rückten auf den sechsten Platz vor. Bester Werfer des MBC war Ade Dagunduro mit 20 Punkten.

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