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Bonns Guard Jared Jordan kam im Artland nur zu sieben Punkten und einem Rebound © imago

Der Vizemeister verliert bei den Dragons, erobert aber die Spitze. Bei ALBA passts wieder. Bamberg stellt sich selbst ein Bein.

Berlin - In Europa durchgestartet, in Deutschland auf der Überholspur: der Motor des achtmaligen deutschen Basketball-Meisters ALBA Berlin kommt so langsam auf Touren.

Vier Tage nach dem vorzeitigen Einzug in die Top-16-Runde des Europacups überzeugte der Titelfavorit auch in der Bundesliga. (ALBA übernimmt Tabellenspitze)

Die Spitze eroberten aber einen Tag danach die Telekom Baskets Bonn zurück - trotz einer 72:78 (34:41)-Niederlage bei den Artland Dragons aus Quakenbrück. Mit 31 Punkten zog der deutsche Vizemeister mit ALBA gleich, das zwei Spiele weniger ausgetragen hat und nun Zweiter ist, weil es das bisher einzige Saison-Duell gegen die Bonner mit 53:65 verloren hatte.

Keine Blöße gaben sich die EWE Baskets Oldenburg gegen Aufsteiger Phoenix Hagen. Der Deutsche Meister kam beim 77:63 (35:27) zu seinem zwölften Saisonsieg und klettert auf Rang vier.

Lob für Defense und Einstellung

"Wir hatten eine schwierige Woche, in der wir ständig unterwegs waren. Umso mehr muss ich die Leistung meines Teams loben", sagte ALBA-Coach Luka Pavicevic nach dem 68:59-Erfolg beim TBB Trier. (STENOGRAMME: 2. Spieltag).

Dabei zollte er seinen Spielern für ihre Einstellung Respekt: "Wir waren auf einen Kampf bis zur letzten Sekunde eingestellt. Die sehr gute Defensive und die mental starke Leistung in der Schlussphase haben den Unterschied ausgemacht."

In der Tat bot Trier dem Hauptstadt-Klub lange die Stirn, doch am Ende machte sich der Qualitätsunterschied in den Kadern bemerkbar.

Überflieger Jenkins

Der überragende Spieler auf dem Parkett war wieder einmal Julius Jenkins, der nicht nur 17 Punkte erzielte, sondern auch Dreh- und Angelpunkt nahezu aller Angriffe der Gäste war.

"Wir sind auf einem guten Weg", sagte Jenkins im Anschluss. Der Weg soll ALBA möglichst zu nationalen und internationalen Titeln führen.

Nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale des Europacups träumen die Berliner bereits vom Double. "Wir haben die Kraft und die Qualität, den Weg bis zum Ende zu gehen", sagte Center Blagota Sekulic.

Sechste Niederlage in Folge

Für Trier war es bereits die sechste Niederlage in Folge. Seit der Klub Ende November Finanzprobleme öffentlich gemacht hat, geht es bergab.

Allerdings wollte TBB-Trainer Yves Defraigne seinen Spielern dieses Mal keine großen Vorwürfe machen: "Ich hoffe die Zuschauer haben gesehen, dass meine Mannschaft nicht aufgestecktund gekämpft hat."

Am Ende hätten individuelle Fehler und der Ausfall von Top-Scorer Chris Copeland, der nach 13 Minuten bei einem Wurfversuch umknickte, den Ausschlag für Berlin gegeben.

Fenn Matchwinner für die Dragons

Im Artland dominierten die Dragons vor 3000 Zuschauern ab dem zweiten Viertel und feierten ihren zehnten Saisonsieg. Die siebte Bonner Niederlage konnte als überragender Werfer auch Ronald Dupree (22) nicht verhindern.

Bei Quakenbrück erzielte Darren Fenn 19 Punkte und holte zudem fünf Rebounds.

Oldenburg klettert

Gastgebersiege gab es auch in den beiden Nachholspielen des 2. Spieltags.

Der Deutsche Meister EWE Baskets Oldenburg (29) feierte mit 77:63 (35:27) gegen das bisherige Schlusslicht Phoenix Hagen (23) seinen 12. Saisonerfolg und kletterte von Rang zehn auf vier.

Beste Werfer waren vor 3148 Zuschauern Jason Gardner (16) bei Oldenburg sowie Quentin Pryor und John Turek (je 12) bei Hagen, das trotz der elften Saisonniederlage auf den drittletzten Tabellenplatz vorrückte.

Göttingen scheitert in der Overtime

Die sechste Saisonniederlage musste die BG Göttingen einstecken. Die Niedersachsen verloren nach Verlängerung mit 92:94 bei EnBW Ludwigsburg.

Ludwigsburgs Shooting Guard Michael King war mit 28 Punkten Topscorer der Partie, die sein Teamkollege Quadre Lollis (14 Punkte) 16 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit mit einem Wurf zum 82:82 in die Overtime schickte.

Dämpfer im Titelkampf

Einen Rückschlag im Titelkampf mussten auch die Brose Baskets Bamberg hinnehmen, die mit 71:73 bei den Walter Tigers Tübingen verloren. (STENOGRAMME: 19. Spieltag).

"Wir haben uns selber ins Bein geschossen. Wir haben im Spiel oft genug geführt und es dann doch noch aus der Hand gegeben", sagte ein sichtlich enttäuschter Bamberg-Trainer ChrisFleming. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle).

Die Phantoms Braunschweig steckten bereits die vierte Niederlage in Folge ein. Gegen die Eisbären Bremerhaven verloren die Niedersachsen deutlich mit 66:82. Louis Campbell war mit 24 Punkten erfolgreichster Werfer der Gäste, die den vierten Sieg in Folge feierten.

Ebenfalls mit 24 Punkten führte Chris Burns ratiopharm Ulm zu einem 84:80 nach Verlängerung gegen den Mitteldeutschen BC.

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