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Tim Ohlbrecht war beim Allstar Game 2009 mit 18 Punkten bester Werfer © getty

Tim Ohlbrecht vertritt beim Allstar Game in Bonn die Farben des Südens. Bei Sport1.de spricht der Forward über die Veranstaltung.

Von Marcel Braune und Rainer Nachtwey

München/Bonn - Er ist einer von vier Gastgebern. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jared Jones, Chris Ensminger und Trainer Michael Koch tritt Nationalspieler Tim Ohlbrecht beim Allstar Game der BBL in Bonn an.

Von den Fans wurde er sogar in die Starting Five des Südens gewählt. "Ich freu mich wahnsinnig. Das zeigt, dass die Fans mich mögen und schätzen, wie ich Basketball spiele", sagt Ohlbrecht bei Sport1.de.

Das liegt auch an dem Leistungssprung, den er seit dem Wechsel von den Brose Basket Bamberg zu den Telekom Baskets Bonn gemacht hat. Vom Mitläufer in Bamberg hat sich der 21-Jährige zum Leistungsträger in Bonn gemausert.

Im Interview spricht Ohlbrecht über die Gründe, das Allstar Game und seine Ziele mit der Nationalmannschaft.

Sport1.de: Herr Ohlbrecht, das All Star Game steht an. Freuen Sie sich darauf?

Tim Ohlbrecht: Ja natürlich, das wird wieder riesigen Spaß machen. Es ist eine Ehre, dabei zu sein, eine feine Sache.

Sport1.de: Worauf freuen Sie sich besonders?

Ohlbrecht: Es steht der Spaß im Fokus. Meine Gegenspieler aus der Liga sind dann meine Mitspieler. Man muss nicht zwingend gewinnen, sondern den Zuschauern etwas bieten. Das ganze Gesamtpaket ist eine schöne Veranstaltung. Der Dunking-Contest und Dreier-Wettbewerb sind natürlich weitere Highlights.

Sport1.de: Kommt bei so einer Spaß-Veranstaltung dennoch der Ehrgeiz zum Vorschein?

Ohlbrecht: Den Ehrgeiz sollte man hinten anstellen. Ich fokussier mich nicht darauf den Gegner fertig zu machen, freue mich aber natürlich, wenn der Süden am Ende gewinnt. Im Vordergrund steht, dem Zuschauer etwas zu bieten.

Sport1.de: Sie sind von den Fans in die Starting Five des Südens gewählt worden. Eine Bestätigung Ihrer guten Leistungen in der Liga? (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Ohlbrecht: Natürlich, ich freu mich wahnsinnig. Das zeigt, dass die Fans mich mögen und schätzen, wie ich Basketball spiele und dass sie mich beim Allstar Game sehen wollen.

Sport1.de: Sie spielen eine starke Saison. War der Wechsel zu den Telekom Baskets der richtige Schritt zur richtigen Zeit?

Ohlbrecht: Das die beste Entscheidung meiner Karriere und ich bin sehr froh, in Bonn zu sein. Hier passt einfach alles. Das ganze Umfeld und das Team sind toll. Ich fühle mich wirklich wohl hier.

Sport1.de: Ihre Statistiken sind beeindruckend: 10,7 Punkte, im Schnitt 22:30 Minuten Spielzeit und mit 1,4 Blocks stehen Sie auf Rang zwei der Liga. Ist das Ihre beste Saison?

Ohlbrecht: Besser kann es glaube ich nicht mehr laufen. Klar gibt es Spiele, in denen nichts läuft. Aber im Vordergrund steht, dass mein Team um die Spitze mitspielt. Wir wollen um die Meisterschaft kämpfen und im Pokal das Finale erreichen.

Sport1.de: Welchen Anteil hat Trainer Michael Koch?

Ohlbrecht: Er vertraut mir einfach. Er lässt mich spielen, aber auch Fehler machen. Und die mache ich im nächsten Spiel meist nicht mehr. So kommt es zu meinen guten Leistungen. Er hat sehr großen Anteil.

Sport1.de: Zweimal in Folge ist Ihr Team Vize-Meister geworden. Klappt es diesmal mit dem Titel?

Ohlbrecht: Wir haben gute Chancen, die Meisterschaft zu holen. Wir haben eine super Teamchemie und man hat in manchen Spielen gesehen, dass wir gut funktionieren können.

Sport1.de: Ein Wort zur Nationalmannschaft. Glauben Sie, dass Dirk Nowitzki und Chris Kaman bei der WM in der Türkei spielen?

Ohlbrecht: Wir alle hoffen, dass Dirk und Chris mit uns den Sommer teilen. Man kann so viel lernen von den beiden. Es wäre Wahnsinn, wenn sie mitfahren, aber ich weiß es auch nicht.

Sport1.de: Wenn beide mitfahren dürfte Ihnen Spielzeit abgehen. Schließlich spielen Sie auf der gleichen Position. Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Ohlbrecht: Meine Chancen zum Einsatz zu kommen, wären dementsprechend geringer. Ich würde dann aber wie jeder andere um meine Position kämpfen.

Sport1.de: Was kann Deutschland bei der WM erreichen?

Ohlbrecht: Das ist auf jeden Fall von unseren NBA-Spielern abhängig. Sollten Dirk und Chris nicht kommen, schneiden wir dennoch besser ab als letztes Jahr bei der Europameisterschaft. Wir sind fast dasselbe Team und somit eingespielt. Wenn die beiden kommen sollten, ist einiges von uns zu erwarten.

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