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Je'kel Foster kam 2008 aus Paris zu den EWE Baskets Oldenburg © getty

Der Meister klettert, die ALBA-Serie findet ein Ende. Ein 18:0-Lauf Oldenburgs zieht dem Spitzenreiter letztlich den Zahn.

Von Michael Spandern undMarcel Braune

München - Die EWE Baskets Oldenburg haben die Siegesserie von Tabellenführer ALBA Berlin in der Basketball-Bundesliga gestoppt.

Die "Albatrosse" mussten am 21. Spieltag nach zuletzt fünf Siegen in Serie eine 59:68 (31:32)-Niederlage beim Meister hinnehmen (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle).

Das Team von Luka Pavicevic, der fünf Minuten vor Schluss nach zwei Technischen Fouls aus der Halle flog, behauptet aber mit nun 36 Punkten den ersten Platz. Die Oldenburger (34) rückten auf den zweiten Rang vor.

Berlin zieht deutlich weg

ALBA-Energizer Immanuel McElroy war mit 18 Punkten Topscorer des hart umkämpften Spitzenspiels, bei den Gastgebern ragte Allstar Je'Kel Foster mit 15 Punkten und elf Rebounds heraus.

Vor 3148 Zuschauern zogen die Gäste zunächst davon, Spielmacher Julius Jenkins hatte das Heft in der Hand und bediente Blagota Sekulic mit einem Handgelenkspass. Nach einem Oldenburger Ballverlust gleich darauf der nächste Dunking: McElroy erhöht nach rund sechs Minuten auf 16:2.

"Dafür gebührt den Berlinern Respekt", wertete Foster nach der Partie im DSF. "Sie haben großartig verteidigt, da war es schwer zu punkten."

Dank Buzzer-Beater vorn

Doch der Meister kämpfte sich wieder heran, Foster verkürzte keine drei Minuten später mit einem Dreier auf 15:18.

Im punktarmen zweiten Abschnitt gingen die "Donnervögel", wiederum durch einen Foster-Dreier, beim 27:26 erstmals in Führung (17.). Und dank Joshua Carters Buzzer-Beater aus der linken Ecke lag der Meister auch zur Halbzeit knapp vorn.

Diesem Dreier ließen die Oldenburger nach der Pause 15 Punkte in Serie folgen, auch weil ALBA gute Gelegenheiten ausließ und sich einige Ballverluste leistete.

Strauch aus der Distanz

Als Carter den Ball nach einem No-Look-Pass von Marko Scekic in den Berliner Korb stopfte, antworteten die Gäste zwar mit einem 10:1-Zwischenspurt.

Doch der ansonsten unauffällige Playmaker Jason Gardner (12 Punkte) ließ nicht zu, dass ALBA näher als auf sieben Punkte herankam.

Zu Beginn des Schlussviertels baute der selten eingesetzte Daniel Strauch den Vorsprung aus der Distanz auf 60:45 aus.

Pavicevic geht auf Lottermoser los

Noch einmal arbeitete sich Berlin bis auf 51:60 heran, nachdem "Imac" einen Ballgewinn in Punkte umgemünzt hatte.

Doch als ALBA-Guard Rashad Wright im Gegenzug einen kleinlichen Foulpfiff kassierte, rastete Pavicevic aus und ging auf Schiedsrichter Robert Lottermoser los. Sein Co-Trainer Umberto Badioli zerrte den Serben, als der Zentimeter vor dem Referee wütend mit den Armen ruderte, zurück.

Es setzte, da sich auch Jurica Golemac noch ein Foul eingehandelt hatte, acht Freiwürfe für die Baskets. Nach sechs Gardner-Punkten und einem Scekic-Zweier war die Partie beim 68:51 entschieden.

Auch Harnisch sauer auf die Refs

"Die Schiedsrichter haben sehr viel zugelassen, dadurch haben wir den Rhythmus verloren. Das darf so nicht sein", gab ALBA-Sportdirektor Henning Harnisch im DSF den Unparteiischen eine Mitschuld an der vierten Schlappe der Saison.

Baskets-Coach Predrag Krunic betonte dagegen: "Wir haben gegen eine sehr starke Mannschaft gewonnen und können mit Recht stolz auf unsere Leistung sein.

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