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Pascal Roller (l.) kam im Hinspiel auf fünf Punkte, Per Günther auf acht © imago

Die "Spatzen" hoffen auf einen erneuten Coup in Frankfurt. Günther freut sich aufs Playmaker-Duell. Die Dragons wollen Revanche.

Von Michael Spandern

Vorhang auf zum Playmaker-Duell: Im Spiel der Skyliners Frankfurt gegen ratiopharm Ulm (Sa., 17.30 Uhr LIVESCORES und live im DSF) treffen Ex-Nationalspieler Pascal Roller und DBB-Hoffnungsträger Per Günther aufeinander.

"Es ist etwas Besonderes, gegen Pascal zu spielen", sagte Günther zu Sport1.de. "Er ist einer der besten Werfer in Deutschland in den letzten Jahren. Ich habe Pascal ja schon gesehen, als ich noch Fan der Nationalmannschaft war."

Einer, der im Bauermann-Team noch vor dem 21-Jährigen steht, ist Heiko Schaffartzik. Dessen Phantoms Braunschweig treten am 22. Spieltag beim zehntplatzierten Tabellennachbarn Artland Dragons (Sa., ab 19.45 Uhr LIVESCORES und live im DSF) an.

Coup an Günthers Geburtstag

Die Ulmer kämpfen bei den Frankfurtern auch gegen ihr Auswärtstrauma: "Unsere Auswärtsschwäche ist eklatant, wir haben nur eins von zehn Spielen in fremden Hallen gewonnen", bestätigt Günther.

Es sei zwar schwer, die Punkte aus der Ballsporthalle zu entführen, "doch das ist uns ja im vorigen Jahr auch gelungen", verweist der Point Guard auf den knappen 74:69-Erfolg an Günthers Geburtstag im Februar.

Frankfurt, derzeit Tabellensechster, kann den Anschluss an die Tabellenspitze herstellen und die 70:91-Scharte gegen Tübingen auswetzen.

Ulm schaut nach unten

Im Hinspiel setzten sich die Skyliners mit 95:82 durch, Seth Doliboa erzielte mit 23 Punkten seine Saisonbestleistung.

Aber nicht nur gegen den amerikanischen Forward hätten die "Spatzen" damals schlecht verteidigt, sei die Defense zu Saisonbeginn zu nachlässig gewesen. "Das wollen wir besser machen", versichert Günther.

Zwar holte Ulm zuletzt zwei Siege gegen die Aufsteiger MBC und Hagen, aber der Abstand des Bundesliga-14. auf die Playoff-Plätze ist dennoch genauso groß wie auf die Abstiegsränge - drei Punkte. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

"Zumindest in den nächsten zwei Wochen müssen wir uns noch nach unten orientieren. Schließlich haben sich Giessen und Hagen, die hinter uns stehen, noch mal verstärkt", sagt Günther, in dessen Team der nachverpflichtete Center Kevin Martin sein Auswärtsdebüt feiert.

Kaderplätze hart umkämpft

Günther selbst gibt zu, dass es "keine einfache Saison" ist - weder für den Vorjahres-Viertelfinalisten Ulm noch für ihn selbst. Nach dem Fußbruch, der "Quick" die EM kostete, "bin ich vielleicht zu früh wieder angefangen. Zudem war der Erwartungsdruck höher als in der vorigen Saison, als ich in den knapp zehn Minuten frei aufspielen konnte."

Trotz eher dürftiger Durchschnittswerte von 6,7 Punkte und 2,8 Assists pro Partie hat er die WM 2010 aber fest im Blick. "Das ist ein Riesenthema", meint Günther, doch eine mögliche Rückkehr von Chris Kaman und die starke Saison von Elias Harris "machen es nicht einfacher, ins Team zu kommen".

Er glaubt, dass Bundestrainer Dirk Bauermann eventuell nur zwei Playmaker mit in die Türkei nimmt, wenn NBA-Center Kaman und Small Forward Harris dabei sind.

Braunschweig kann Artland überholen

Auch Schaffartzik und die Phantoms krebsen in der unteren Tabellenhälfte herum. Der Rangelfte könnte allerdings durch den dritten Sieg in Folge an den gastgebenden Dragons vorbeiziehen.

Die Quakenbrücker wiederum hoffen auf Revanche für die 86:94-Pleite im Hinspiel, als sich Artland durch einen 18:2-Run der Braunschweiger bereits im zweiten Viertel den Schneid abkaufen ließ.

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