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Julius Jenkins steht seit 2006 bei den "Albatrossen" unter Vertrag © getty

Mit einer Dreipunktewurf-Quote von über 50% überzeugen die Berliner gegen Tübingen. Allein Jenkins ist achtmal erfolgreich.

Berlin - Eindrucksvoll die Tabellenführung der Basketball-Bundesliga zurückerobert und mit einem Dreierfestival für den Europapokal warmgeschossen:

ALBA Berlin kehrte dank des ungefährdeten 99:83-Heimsieges gegen die Walter Tigers Tübingen am 22. Spieltag an die BBL-Spitze zurück und feierte eine erfolgreiche Generalprobe für das wichtige Zwischenrunden-Spiel im Eurocup am Dienstag gegen Aris Saloniki (ab 20 Uhr LIVESCORES).

"Es sah einfacher aus, als es tatsächlich war. Aber wir haben den Ball schön laufen lassen. Für die Zuschauer war es ein richtiges Schützenfest", sagte ALBA-Trainer Luka Pavicevic mit Blick auf die beeindruckende Dreipunktewurf-Statistik seiner Mannschaft. Gleich 18 von 34 Distanzwürfen (52,9 Prozent) trafen ihr Ziel.

Julius entscheidet "Jenkins-Duell"

Allein der überragende Berliner Kapitän Julius Jenkins traf acht Dreier und war mit 30 Punkten Topscorer des Spiels.

Damit gewann ALBAs Scharfschütze auch das "Jenkins-Duell" gegen Tübingens Michael Jenkins, der auf 28 Zähler kam und ebenfalls achtmal von jenseits der Dreipunktelinie traf (STENOGRAMME: 22. Spieltag).

"Zwischen zwei bedeutenden Eurocupspielen ist es immer sehr wichtig, die Konzentration hoch zu halten. Gegen Aris wird es nun ein Kampf bis auf den letzten Blutstropfen, und den wollen wir annehmen", meinte Pavicevic nach dem Erfolg vor 9188 Zuschauern.

Göttingen bleibt Spitzentrio auf den Fersen

Die BG Göttingen bleibt dem Spitzentrio in der Basketball-Bundesliga dicht auf den Fersen.

Die Mannschaft von Trainer John Patrick kam am 22. Spieltag zu einem 77:64 (48:23) über den TBB Trier und liegt hinter dem punktgleichen Meister Oldenburg sowie Bonn und Tabellenführer Berlin auf Platz vier.

Vor 3210 Zuschauern boten die Gastgeber eine starke erste Hälfte und hatten zeitweise einen Vorsprung von 21 Punkten.

Nach der Halbzeitpause schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ins Spiel der Göttinger ein, der 15. Saisonsieg geriet jedoch nicht mehr in Gefahr.

Bonn bleibt Alba auf den Fersen

Pokalsieger ALBA führt die Liga mit 38 Punkten vor den Telekom Baskets Bonn (37 Punkte) an. Der Vizemeister siegte 67:64 bei Phoenix Hagen, hatte mit dem Aufsteiger aber viel Mühe.

"Wir haben zu Beginn des Spiels die nötige Körperspannung vermissen lassen. Im zweiten Durchgang wurde es dann besser. Positiv war die Verteidigung, dies beweisen die 27 Punkte von Hagen in den letzten beiden Vierteln", sagte Baskets-Coach Michael Koch.

Bester Bonner war Center Chris Ensminger mit 20 Punkten und 12 Rebounds.

Auch Frankfurt schielt zur Spitze

Im Verfolgerfeld bleiben die Frankfurt Skyliners. Der Ex-Champion gewann 84:77 gegen ratiopharm Ulm und ist nun punktgleich mit Meister EWE Baskets Oldenburg (beide 36).

"Wir haben haben nie so richtig ins Spiel gefunden. Immerhin hat sich unsere kämpferische Einstellung bezahlt gemacht", sagte Frankfurts Aufbauspieler Pascal Roller im DSF.

"Im Angriff haben wir sehr langsam gespielt, weil wir nie den Rhythmus gefunden haben. Deshalb mussten wir uns vermehr auf de Verteidigung konzentrieren, und im Angriff hat uns dann oft die Frische gefehlt."

Bamberg und Braunschweig siegen

Wichtige Siege im Kampf um die Playoff-Plätze feierten der ehemalige Meister Brose Baskets Bamberg (34) und die Phantoms Braunschweig (33).

Während Bamberg einen souveränen 74:55-Sieg gegen den Mitteldeutschen BC einfuhr, bogen die Niedersachsen einen 26:43-Halbzeit-Rückstand bei den Artland Dragons noch in einen 66:60-Erfolg um.

"Wir hatten die Hosen voll"

Braunschweigs Trainer Sebastian Machowski war von den Comeback-Qualitäten seiner Mansnchaft angetan: "Riesen Komplett an meine Mannschaft. Wir haben einen 20 Punkte Rückstand aufgeholt", lobte Machowski im DSF.

"In den zweiten 20 Minuten haben wir gut verteidigt, nur noch 17 Punkte zu gelassen und vor allem beim Rebound besser gearbeitet. Das war der Schlüssel zum Erfolg."

Artland-Coach Thorsten Leibenath war dagegen bedient: "Wir haben Angst vorm Gewinnen, vor der eigenen Courage. Wir hatten die Hosen voll."

Am Tabellenende unterlag Schlusslicht Paderborn Baskets 79:84 nach Verlängerung bei EnBW Ludwigsburg.

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